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Genealogische Nachrichten über das meißnische Uradelsgeschlecht von Zehmen 1206 bis 1906
Entstehung
Seite
163
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495. In der Cammer zu suchen an,

Daß mein Soldt mir nicht möcht abgau.Er mich nach Nothdnrfft Höhren thtttt,Vnd gar viel Sachen mit mir RedtBiß ich auf der Grentz von ihm Schiedt500. Vnd ans Befehl die Weldt beriedt.

Drum lieben Kinder ihr habt gehörtWie ich mein Brodt an manchen OrtHab suchen müssen mit Beschwer.

Vnd wie mich Noth jagt hin vnd her,Das ich zu Fuß in Raiger (?) wadtOhn Geldt vnd Hülff offt wandern thatt,Bleibt euch nun waß nach meinem TodtDas ich erwarb mit Mühe vnd GottObs ist nicht viel, wird es mehr sehn,Als mir verließ der Vater meinBehalds vnd sparts vnd denkt darbehWie schwer etwas zu erwerben sehDen wieder erwerben, wenn's ist verthanKompt jungk vnd Alt gar sauer an.Vor allen Dingen fürchte GottBethet fleißigt, halttet sein GebothVnd gerne übe BarmhertzigkeitSeidt Diensthafftigk mit FreundlickkeitLiebt Goites Wordt vnd die WahrheitEhret die Alten alle Zeit.

Züchtigk, mesigk, höflich, rein,

Wolt ihr von Leuthen geliebet sein.

Nicht versoffen, verspielt, noch zenkischNicht hoffertigk, grob, noch neidisch,Sondern fleißigct Euch der TugendtguthVnd trauet Gott in Enern Muth.

Sucht Förderung, trachtet nach Ehren,So wird Enr Glück vnd Heil sich mehren.