40
Nehmen wir hei der Beweisführung die Ergebnisse derbergmännischen Arbeiten von Süd-Polen, und das Tagegebirgezu Hülfe.
1. Das Bohrloch von Nckanowicc hat nach Durchsinkungder obern Sandstein -Bildung, bis auf das Schwefclflölz hinkeine Sandstein-Bildung mehr durchschnitten. Der Schachtvon Szczerbaküw auch nicht; in diesem hält bis in’s Tiefstehin, der Jurakalk an.
2. Vom Schwefelflützc in Szwoszowicc bis zu den Jurakalken,welche bei Kloster Biclany zu Tage anstelle», und hierdie Feuerstein führende Schicht einschlicfsen, findet mankeine Sandsleinbildung zu Tage ausgehend; so wenig wievon der Polnischen Kreide-Ebene an, bis auf die vorder-sten Höhen der Juraberge hin, wo man wiederum auf jeneSchicht mit vielen Feuersteinen im Jura lagernd trifft.
3. Von dem Rücken der vordersten Höhen des weifsen Jura,die Schichtenköpfe desselben nach dem Ausgehenden hinüberschreitend, findet man bis zum braunrolhen Jura hin,im ganzen weifsen Jura wiederum keine Sandsfeinbildungzu Tage ausgehend. Die erste Sandsteinbildung vom Sand-stein von Nekanowice abwärts im Gebirge findet man erstin diesem braunrolhen Jura.
Wenn nun das Gallizisehe Salzgebirge dieser Sand-steinbildung angehören sollte, so miifste es doch wohl nichtso ganz die Farbe verleugnen, und eine andere Sandstein-Bil-dung ist gar nicht vorhanden.
Der braune oder braunrolhe Jura, eine Eintheilungsart,welche ich Herrn von Buch entlehne ist braun und braun-roth im Französischen Jura, bis in’s Luxemburgische hinein;desgleichen ist er es im Süd-Deutschen Jura, er ist es im Pol-nischen Jura auch, und miifste es in Gallizicn sein, wenn erdort das Salz einschlösse; denn die Polnischen Gebirge, unddie Gallizischcn in der Nähe des Salzgebirgos, gehören ein