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Der scheinheilige Rationalismus vor dem Richterstuhl der h. Schrift : Resumé der Bremer Kirchenfehde
Entstehung
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268
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Geister, den Satan an der Spitze,« lehre; und daßsich dieses Dogma ohne Verletzung der exegetischen Treuenicht wohl zu einem rationalen Begriffe umprägen lasse.Er fand in der Schrift außerdem die Erbsünde, dasUnvermögen des Menschen, in eigener Bestrebungvor Gott gerecht zu werden, die übermenschliche NaturChristi, und so manche andere Lehren der »kirchlichenTheologie« in exegetisch unwiderlegbarster Weise ausgespro-chen, und kam zu dem Schlüsse, daß ein Prediger derchristlichen Kirche, der jenen unläugbar biblischenFundamental-Artikeln aus speculativcn Gründen seinenGlauben versagen müsse, ohnmöglich mehr als ein ehrli-cher Mann bestehen könne, wenn er nicht das ihm ver-trauensvoll übertragene Amt in die Hände derjenigen kirch-lichen Gemeinschaft zurücklege, die doch nun einmal denpositiven Lehrgehalt der Schrift zu ihrer Basis habe. Dieserseiner innersten Ueberzeugung gab er denn auch, wie schonbemerkt, in einer gewissenhaften Resignation die ent-sprechende Folge. Wir bedauern in diesem Ereigniß nichtzwar die Kirche, aber wohl den armen von der einzigenLebensquelle so weit verschlagenen Mann; versagen jedochdem Exempel so seltner Ehrlichkeit, das er gegeben, die ge-bührende Anerkennung nicht, und Heben's an diesem Ortegeflissentlich und mit der Hoffnung hervor, daß Manchem,der bei gleicher Zerfallenheit mit der Schrift nichtsdestowe-niger noch den Priefterrock der Kirche Christi trägt, zummindesten der Eindruck einer tiefen, nachhaltenden und Gott gebe! gesegneten Beschämung nicht erlassenwerde!