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stus erschien, um dem in der Verheißung längstbestehenden Bunde durch sein priesterlichcs Opfcrwerk diereale Grundlage zu geben, und das thatsächlich undgeschichtlich zu vollziehen, was prophetisch ungefährso alt war, wie die Welt. (Hcbr. 11, 13. 26 u. A.) Frei-lich »grüßten« die alten Gläubigen »die Verheißungen nurvon ferne.« — In dunklen Weissagungen und Bildernerst wurden von ihnen die große Vermittlung durchChristum, wie die dadurch erwirkten unvergleichlichenGnadenschätze gläubig angeschaut. Sie wandelten nicht imvollen Tageslichte, sondern nur erst im dämmernden Mor-genroth des »neuen Testamentes.« Nichtsdestoweniger ruhe-ten sie bereits mit ihrer Zuversicht und Hoffnung in demneuen d. i. dem Gnadenbunde; und so gab es schonGenossen dieses Bundes, ehe noch dessen »Ausrichter,Vermittler und Vollzieher« persönlich in's Fleisch gekom-men war. Was in der vorchristlichen Zeit in Israel seligward, wurde es aus Gnaden im Glauben an Christum,und um Christi willen. — Der Apostel sagt Hebr. S, 25.26 mit einem Opfer habe Christus die Sünde aufgeho-ben; denn, fügt er hinzu, hätte dieses einige Opfer Sol-ches nicht vermocht, »so hätte er oft müssen leidenvom Anfang der Welt her.« Weßhalb?« Der Gedankedes Apostels liegt vor der Hand: »Aus dem Grunde, willer sagen, weil vom Anfang der Welt her Viele um die-ses, wicwol in zukünftigen Tagen erst factisch zu voll-ziehenden Opfers willen, selig wurden (vgl. Rom. 3,25.26.)
Die Stelle Hebr. 8, 13 erhält ihr volles Licht durchdas vorhin über V. 6 —12 desselben Capitels Bemerkte.—Indem GottJcrem. 31 sagt: »Ich will ein neues machen,«erklärt er das erste für alt. Was aber alt erklärt, undveraltet ist, ist nahe seinem Aufhören.« — Das heißt:Der Gesetzesbund tritt zurück, fällt hin, hört auf, sobald uns der Bund der Gnade aufnimmt. — Für den,der in Christo ist, ist jener nicht mehr da. Eines Sol-