VII
ewigen Wahrheit zu spielen wagte. Ich weiß, daßAndere zu einem ernsteren Fragen nach dem was nothund zuverläßig, dadurch angeregt, an ein gründlicheresForschen in Gottes Wort gemahnt, ja zu einer lebens-kräftigem Entscheidung für die gute Sache ermuthigtwurden. Hätte jene Fehde aber auch zu keinem wei-teren Ergebniß geführt, als daß sie der deutschen Kircheden erhebenden Anblick gewährte, wie allein auf demkleinen Gebiete des Freistaates Bremen nicht weniger,denn zwei und zwanzig Prediger treu und fest, be-gabt und wohlgerüstet in gesalbter Verkündigung undtapferer Vertretung des ewigen Evangeliums zusammen-stehn; so läge schon in diesem verheißungsreichen Zei-chen hereinleuchtender besserer Tage Grund genug, denausgebrochenen Kampf zu segnen, und seine Bitter-keiten lcichtlichst zu verschmerzen. —
Freilich werden jene Zwei und zwanzig angeklagt,durch ihr »Bekenntniß« nur einen Schatten aufdie »Bremer Bildung« geworfen zu haben, wäh-rend diese Bildung vor dem Auslande doch durchnichts in stärkerer Weise verdächtigt werden konnte,als durch das Vorgeben, daß dieselbe im Stande sey.