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Mercantil-Memoiren aus der Türkei
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gesorgt. Preis der ersten Casüte nach Marseille 375 Francsohne Verpflegung.

3. Rußland befördert 1 mal wöchentlich die Briefe derFranken zu Lande über den Balcan, Rnsciuk, Giurgevv,Bucharest nach Petersburg; per Dampfschiff wöchentlich1 mal nach Odessa.

4. England unterhält keine regelmäßige Fahrten nachseinem Mutterlande. Täglicher Verkehr von Kauffahrern directnach England und Malta, ebenso wie die franz. Fahrt nachMarseille, machen eine solche regelmäßige Communicationminder nöthig. Zudem kömmt fast sede Woche irgend eins seinerKriegsschiffe wie aus den Wolken gefallen, um in? goldenenHorn für wenige Tage Anker zu werfen, und zu fragen, wases Neues giebt? So sind also Rußland und Oestreich dieeinzigen Mächte, die dirccte Postvcrbindungen zu Lande errichtethaben; von beiden aber wird auch behauptet, daß ihre Post-Einrichtungen große Geldopfer erfordern.

Gerichtsbarkeit.

Alle christlichen Fremden, die sich in der Levante aufhalten,heißen Franken, eben so wohl als ihre legitimen Nachkommen,insofern sie nicht mit Rasah's erzeugt sind. Keiner von ihnensteht unter türkischer Botmäßigkeit, sondern nur unter der seineseigenen Vaterlandes, das durch seinen in Pera residircndenGesandten vertreten wird. Ein seder Franke meldet sich beiseiner Ankunft bei der Kanzlei seines betreffenden Gesandten undsteht sofort unter dessen Schutz und Gerichtsbarkeit. Die Frankenbleiben durch alle Generationen hindurch, Unterthanen ihres an-gestammten Fürsten, und werden auch in Pera nach ihrem ver-schiedenartigen Vaterlande namentlich und bleibend unterschieden.

Streitigkeiten zwischen Franken verschiedener Nationen wer-den nun, wegen Verschiedenheit der Gesetze in den occidentalischenLändern, durch Schiedsrichter abgeurtheilt und zwar meist auf denGrund des Lulle Napoleon. Das Erecutorium übernehmen danndie verschiedenen Kanzeleien, von denen auch die Schiedsrichter