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Mercantil-Memoiren aus der Türkei
Entstehung
Seite
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Iknson dieser Mäkler-Commis anheim gegeben, die, wie leichteinzusehen, einen großen Einfluß ausüben. Kein einziges frän-kisches Haus kann ohne einen solchen Mann fertig werden, weilaußerdem, daß man häufig ihren Namen als Rasah gebrauchenmuß, sie die Einzigen sind, welche hinlängliche Platzkenntnissehaben, die noch vermehrt werden durch ihre vielen verwandtschaft-lichen Verbindungen und ihre Kunde aller in Cospvli nöthigenSprachen.

In Stambul spricht Alles türkisch, ^indessen die Schrift-sprache bei den Kaufleuten meist griechisch ist), da hier nurOsmanen und Najahs wohnen dürfen. Im Fanal zu Stam-bul, dem Quartiere der griechischen Rajahs, wo die fürstlichenund alt-adelichen Familien als Unterjochte der Türken leben,wird natürlich neben dem Türkischen auch das Griechische alsCvnversations-Sprache beibehalten. Auch wird hier im Fanalin der ältesten christlichen Kirche, wo man das Kreuz zeigt,woran Jesus Christus gekreuziget worden seyn soll, der Gottes-dienst in griechischer Sprache gehalten, ebenso wie in den Christen-Vorstädten Pera und Galata. Die christlichen Sprachen in denKirchen eingeführt, sinv: französisch, italienisch und griechisch. —Deutscher Gottesdienst für Protestanten wird jetzt in einem Hausedicht an der Pera Hauptstraße durch einen amerikanischen Mis-sionair, Namens Schaufler ans Schwaben gehalten, und fürEngländer wird in einem Hause nahe bei. dem Hotel der Mad.Balbiani englisch gepredigt, ebenfalls durch einen amerikanischenMissionair, Namens Goodle; außerdem eristirt noch für dieEngländer ein englischer Prediger im englischen Gesandtschaft -Palais zu Pera.

Zu Scutari, jenseits des Bospor, in Klein-Asicn, habe ichnur türkisch gehört, es trägt hier noch alles den ursprünglichosmanischcn Typus. In Pera, wo die Franken wohnen, lernenderen Kinder zunächst das Griechische, da das ganze Dienstper-sonal meist aus Griechen besteht; kein Türke würde je den Dienereines Christen, weder machen wollen, noch dürfen. Der Frankedarf auch nach türkischen Gesetzen keinen Sclaven kaufen; diesesRecht hat bloß der Oömane und Rajah. Doch darf der Letztere