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als ihre Muttersprache, nebenbei die Sprache ihres Volksstam-nies; griechisch sprechen aber auch Alle.
Diese Leute durchstreichen Tag sür Tag Stambul in seinengeheimsten Winkeln, und suchen die Käufer und Verkäufer auf.Da von ihrer Platzkundc ihr ganzer Broderwerb abhängt, so istihre Aeugstlichkeit, Andere zu belehren, sehr verzeihlich; selbstgegen ihre eigenen Prinzipale sind sie außerordentlich schweigsam.Das Droguerie-Fach giebt vorzüglich für ihre Uncntbehrlichkciteinen schlagenden Beweis, ebenso auch für die Kindheit desHandels im Oriente, welche sich bloß durch die strenge gegen-seitige Abgeschiedenheit erklären läßt. Die nämliche Waare vonder nämlichen Qualität, als: Gummata, wohlriechende Spezereien,Balsame und Oele :c. wird von einem Verkäufer um das Dop-pelte höher gehalten als von einem Andern, obwohl ein eigenergroßer Bazar zu Stambul für diese Waaren eristirt: es istder iVlsssir ^selmrsü, Unter dem Worte IVlessir verstehen dieTürken Egypten und alle demselben nahe gelegenen Länder;Isdmrsü ist gleichbedeutend mit Bazar, aber im Türkischen mehrgebräuchlich. Viele Kaufleute, die aus dem Mcssir ihre Waarennach Stambul zu Markte bringen, halten sich nur so langeauf, bis sie ihre Waaren verkaust haben.
Türken und Rasahs treiben Eigenhandel, Franken sindmeist nichts als Commissionaires sowohl sür den Einkauf als fürden Verkauf. Die türkischen Verkäufer richten sich nicht nachden Preisen Anderer, sondern nach den Preisen ihres eigenenEinkaufes xlim den gehabten Transportspesen und ihrem imagi-nären Gewinn, den sie zu machen für gut finden.
Zusammen mit ihren Waaren wohnen sie in irgend einemLoche eines verborgenen Chans zu Stambul, und sehen dieSache ab; ihr Lebensunterhalt ist gering; gekochter Reis mitkleinen Stückchen Hammelfleisch genügt ihnen; die Zeit hat keinenWerth sür sie und so rauchen sie im Kaffeehaus oder in ihremMagazin die Pfeife der Hoffnung auf dem grünen Teppich derErwartung, und verschlafen wachend den Tag, bis irgend einUnkundiger ihnen den verlangten Preis bezahlt.