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Mercantil-Memoiren aus der Türkei
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L v h!»b e d i e n t e.

Loh »bedienten, hier Dragoman oder Dollmetscher ge-nannt, sind unglaublich mangelhast iu ihren Platzkcnntnisscn.Diese beschränken sich größtcnthcils auf die Wegwcisnng über dieneue sehr schöne Flozbrücke, über den neuen inue-ullumisirleiiWeg scinzigcr Weg, den man in Stambul Straße nennenkönnte) nach dem Seraskicr-Platz und Seraskier-Thnrm nach demAtmeidan, Achmcts Moschee, St. Sophia — Zisterne der 1001Colonnen — der verbrannten Säule — dem alten Serail, mitdem Thore der Glückseligkeit — Sclaven Bazar — den siebenThürme :c. — Von dort etablirten Kaufleuten wissen sie nichts;auch ist der Ausdruck „etablirte Kaufleute" zu Stambul meistunpassend; beim größten Theile könnte man besser sagen: sichzufällig dort aufhaltende türkische Kaufleute, in irgend einemOImn (^öffentliches feuerfestes Gebäude von Stein, ohne Meubles,für fremde Kaufleute gebaut).

Kömmt man in dem Chaos von Gebäuden, zu irgend einemauffallenden Bau oder einer Moschee, auf welche der Lohnbe-dicnte nicht aufmerksam macht, so antwortet er auf die desfallsigeFrage „Ron !o so siAnoro"; fragt man dann im naheligendenKaffee-Haus den Oavotsclli, so sagt dieser ebenfalls kil-mem,und alle in der Nähe sich befindlichen Türken wiederholen alleim Chor das von ihnen so beliebte LU-mom wie ein Echo.

Ntäkler - Cvmmi s.

Diesem großen Ucbelstande der Unwissenheit der Lohnbedicn-tcn wird einigermaßen abgeholfen durch die Mäkler, die in denfränk. Häusern zwar als wirkliche Commis angestellt sind, dennocheigentlich nur den Dienst als Mäkler versehen, indessen nur fürdasjenige Haus arbeiten, bei dem sie cngagirt sind und neben ihrerCourtage noch salarirt werden. Diese Commis müssen immer NajahSseyn stürk. Unterthanen); Juden und Christen d. h. Armenier,Griechen, Bulgaren, Wallachen :c., sie sprechen Alle das Türkische