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genlandischcn Kirche ist die griechische, zu wel-cher sich auch die Russen bekennen. Üebereinstimmendmit der römischen Kirche lehrt sie, wenn auch nichtdogmatisch so ausgeprägt, die Gerechtigkeit nicht ausdem Glauben allein, sondern auch durch die Werkeund nimmt ebenfalls auch außer der h. Schriftnoch die Tradition als die Richtschnur des Glaubensan. Mehr noch, wie in der römischen, ist in dergriechischen Kirche der Gottesdienst zu einer todtenForm herabgesunkcn und die lebendige Predigt desWortes ist fast ganz aus ihr verschwunden, wenig-stens gilt dieselbe als etwas Unwesentliches. DieKirchengebetc werden in der altgriechischen Sprachegehalten, die dem Volke und selbst oft auch dem Prie-ster unbekannt ist. In der Heiligenverehrung übertref-fen sie noch die Katholiken, obwohl sie in ihren Kirchennur gemalte Bilder, nicht aber Bildsaulen dulden.Gleich den Katholiken haben sie auch 7 Sakramente,die Messe und die Fürbitte für Verstorbene, jedochnehmen sie kein Fcgfeuer an und reichen auch denLaien das Abendmahl unter beiden Gestalten desBrods und des Weins. Sie haben eine große An-zahl Mönche und eine Menge Geistlicher in ver-schiedenen Rangstufen; den Geistlichen niedrigenRanges gestatten sie übrigens die Heirath. Diegriechische Kirche in Rußland und im KönigreichGriechenland steht jede für sich unter einer eigenenkirchlichen Oberbehörde, der h. Synode, während dieübrigen Griechen 4 Patriarchen als die höchste, kirch-liche Autorität ansehen, nämlich den Patriarchenvon Konstantinopel, der als kirchliches Oberhauptgilt, und die Patriarchen von Antiochien, Jerusa-lem und Alexandrien. Uebrigens giebts auch Grie-chen, die sich dem römischen Stuhl unterworfenhaben, jedoch mit Beibehaltung ihrer confessionellenEigenthümlichkeit; sie heißen unirte Griechen.