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hergerichtet ist. Den 22. Januar ward der Bischofdem Tahir Pascha vorgestellt und sehr freundlichempfangen. Den 23. hielt er seine Antrittspredigtüber Jes. 60, 15.*) So ist sein Empfang alsokeinesweges ein ungünstiger gewesen, wie hämischausgestreute Gerüchte es darstellten.
Außerdem hat Se. Majestät unser König durchRescript des Ministers der Geistlichen Angelegen-heiten vom 14. Novbr. 184 l eine evangelische Kir-chencollekte im ganzen Lande zur Errichtung einerevangelischen Schule und eines evangeli-schen Hospitals zu Jerusalem angeordnet. Wiezweckmäßig die Gründung dieser Anstalten zugleichmit der Errichtung des evangelischen Bisthums ist,bedarf keiner weitern Frage. Denn wenn auch bis-her die Protestanten außer den Missionaren nur alsBesuchende kurze Zeit sich in Jerusalem aufhielten,so waren doch diese Besuchende im Falle von Krank-heit nur auf die Herberge im lateinischen Klosterangewiesen. Und wenn auch selbst Protestanten diedort genossene Gastfreundschaft dankbar anerkennen,so zeigt doch ein Grabstein auf dem katholischenGottesacker auf dem Berge Zion, wie die Prote-stanten dort auch der Gefahr der Verleitung zumUcbertritt ausgesetzt sind. Einem jungen angesche-nen Amerikaner nämlich, der im Jahre 1830 imlateinischen Kloster zu Jerusalem erkrankte und dortallein und ohne Freund und ohne geistlichen Zu-spruch von evangelischer Seite starb, ist jener Grab-stein gesetzt, dessen Inschrift sagt, daß er „freiwillig (?)die Irrthümer Luthers und Calvins abgeschworenund sich zur katholischen Religion bekannt habe."Wie nothwendig ist bei solchen Vorkommcnheitenfür ähnliche Fälle ein evangelisches Hospital! Und
Siehe Mvrgenland. 1842. S. 153.