hinauf neben dem Orte hin, wo die Kleidertheilunggeschehen, so gelangt man nach Westen zu auf Stu-fen zum Altar der Calvaricnkirche und weiter zumChor der Griechen, der der Mittelpunkt des ganzenGebäudes ist. Dort ist eine runde Höhlung imBoden als der Mittelpunkt der Erde bezeichnet. Gehtman westlich weiter, so gelangt man durch 3 Gitter-thore in die Kirche des H.Grabes, die eine Rotundebildet; 2 übereinander laufende Säulengänge trageneine runde Kuppel, durch die das Licht hineinfallt.Gerade darunter liegt das h. Grab, das eigentlichein Fels ist, 70 Fuß im Umfang und 50 Fuß hoch,der auf dem Boden der Kirche "sich erhebt und um-baut und mit einem Thürmchen versehen ist, so daßer einer Kapelle gleicht. Ueber dem Portale ist deröstreichische Doppeladler angebracht, seitdem nach demletzten Brande besonders durch die Bemühungen desöstreichischen Kaiserhauses die Grabeskirche im Jahre1810 wieder aufgebaut ist. Durch die Thüre trittman zuerst in die Engelskapelle und dann durcheine 2tc niedere Thür in die eigentliche Grabeshöhle,die 8 Fuß lang, 7 breit und 7 hoch ist und derenFelswände mit weißem Marmor bedeckt sind; 50 sil-berne Lampen brennen hier Tag und Nacht. DerSarkophag von bläulich-weißem Marmor ist 6 Fußlang, 3 breit und 2 tief. Daneben hängt ein Ge-mälde, die Auferstehung vorstellend.
In den Besitz dieser h. Orte theilen sich dieverschiedenen christlichen Partheicn: die Griechen ha-ben die Krcuzigungsstätte und den Chor, die Arme-nier die Kapelle der Helena und die Lateiner dieGrabeskirche; außerdem haben die Kopten und An-dere auch noch etwas. Daher sind Mönche vonallen diesen Partheicn fortwährend in der Kirche undhaben ihre Wohnungen in kleinen Seitengebäuden.Fast unmittelbar an der Kirche liegt ein griechi-
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