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Jerusalem, wie es war und wie es ist, oder seine Geschichte und sein jetziger Zustand : nebst e. Grundr. von Jerusalem
Entstehung
Seite
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aus den Zeiten der Kreuzzüge. Weiterhin geht's zudem Hause des Gouverneurs und der damit verbun-denen Kaserne. Dort wird die h. Treppe, das Zim-mer, worin Christus verspottet, und auf der andernSeite der Straße das Zimmer, worin Er gegeißeltsein soll, gezeigt. Die Straße ist da nämlich durcheinen Bogen überbaut gewesen, welcher der EcceHomo-Bogen heißt, weil dort Pilatus, Christumdem Wolke vorführend, gesagt haben soll: „Sehet,welch ein Mensch!" (blveo Iiomo!) Der Weg ziehtsich nun mehr bergab und laßt zur rechten Handauf dem Hügel Bezetha die angeblichen Ruinen vondem Pallaste Herodes liegen, indem er an einerStelle vorbeiführt, wo Maria beim Anblick ihresunter dem Kreuze einherwanrenden Sohnes in Ohn-macht gefallen sein soll und wo früher ein Kirchleinstand. Weiterhin sangt der Weg an steiler zum Cal-varienberge hinaufzugehen und da zeigt man denOrt, wo Simon von Cyrene das Kreuz auf-nahm, dann wo Christus die Töchter Jerusa-lems anredete, dann das Haus der h. Weronica,die Blut und Schweiß dem Herrn von seinem An-gesichts mit ihrem Schleier abgetrocknet haben soll,auf welchem dann das Bild des Gesichtes Christiabgedrückt zurückblieb. Won da kommt man andas Richtthör, angeblich das älteste der Stadt,welches aber jetzt innerhalb der Mauern liegt, undcirca 200 Schritte von da ist die h. Grabeskirche,angeblich auf Golgatha, oder dem Calvaricnbergeerbaut, wo der Herr gekreuzigt und aus JosephsGrabe wieder erstanden ist. Jedoch sind erheblicheZweifel gegen die Nichtigkeit dieser Ortslage gemachtworden, und Professor Robinson hat kürzlich mitden schlagendsten historischen und topographischenGründen, welche hier nicht weiter entwickelt werdenkönnen, es zur Genüge dargethan, daß die jetzige