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Jerusalem, wie es war und wie es ist, oder seine Geschichte und sein jetziger Zustand : nebst e. Grundr. von Jerusalem
Entstehung
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prächtige Pallast des Herodcs mit schönen Gartenumher, woran unmittelbar der freie Platz Tystusstieß, auf dem Volksversammlungen gehalten wur-den. Vom Tystus führte eine Brücke über dasKäsemacherthal, das Zion und Morija von einanderschied, zum Tempel und zwar zum südlichsten vonden 4 Thoren, die an seiner Westseite lagen. AufMorija selbst stand das herrliche Gotteshaus undauf seinem südlichen Abhänge nach dem Thale Josa-phat und der Quelle Siloha zu lag noch ein Stadt-theil Ophel, und in seinem nordwestlichen Theileragte die mächtige Burg Antonia hervor, die durchhinabführende Stufen mit dem äußeren Tempelvor-hof verbunden war. (Apostelg. 21, 40). Wie dasKäsemacherthal Morija und Zion von einander schied,so trennte es auch Zion von der nördlich gelegenenAkra oder Unterstadt. Die Vertiefung zwischen Akraund dem im Osten sich erhebenden Morija war unterden Makkabäern ausgefüllt und zugleich der HügelAkra abgetragen worden, um dem Tempelberge einehöhere Lage über die Unterstadt zu geben. Nördlichvon Akra und dem Tempel lag Bezetha d. h. dieNeustadt.

Da Jerusalem von 3 Seiten im Osten, Südenund Westen durch die steil in die Thäler Josaphatund Hinnom abfallenden Bcrgabhänge hinreichendbefestigt war, so war auf diesen Seiten nur eineeinfache Mauer, während der nördliche Theil derStadt durch eine dreifache Mauer geschützt war.An der nordöstlichen Ecke des Zions, an dem äußerstfesten Thurme Hippicus, begann die älteste Mauer,sie lief nach Süden um den Berg Zion, das Käse-macherthal hinauf an seinem westlichen Rande biszum Essener Thor in der Nähe des Pallastes desHerodes, welches im alten Testament das Mistthor(Neh. 2, 13), oder das Thor zwischen 2 Mauern