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Jerusalem, wie es war und wie es ist, oder seine Geschichte und sein jetziger Zustand : nebst e. Grundr. von Jerusalem
Entstehung
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tigkciten, um sich in die Angelegenheiten des jüdi-schen Volkes hineinzumischen. Im Jahr 63 eroberteder römische Feldherr Pompejus unter furchtbaremBlutvergießen Jerusalem und den Tempel, den er abermit Plünderung verschonte, obwohl er in das Aller-heiligstc hineinging. Den Hyrcanus setzte er anstattseines Bruders Aristobulus zum Fürsten und Hohe-priester ein, der aber unter der Oberherrschaft derRömer nur eine Schcinmacht besaß, wie sie denndiese Oberherrschast durch oftmals erhobene, schwereContributionen mit der That bewiesen. So unter ^Andern plünderte der reiche und habsüchtige Crassus, 'der Judäa im Namen der Römer besetzt hielt, denbedeutenden Tempclschatz. Zudem herrschte eigent-lich im Namen des Hyrcanus ein Jdumaer (einEdomiter, Nachkommen des Esau) Antipater.Derselbe erlangte die Gunst des siegreichen Cäsarund erbaute mit dessen Erlaubniß die von Pompejuszerstörten Mauern Jerusalem's wieder. Indeß strebteAntigonus, der Sohn des in Rom vergiftetenAristobulus, nach der Herrschast seiner Vater und jeroberte mit Hülfe des Partherkönigs Pacorus imJahre 40. Jerusalem. Er ließ seinem Oheim Hyr- ^canus die Ohren abschneiden und machte ihn so zumHohcpriesteramte unfähig. Allein Hervdes, derSohn des Jdumaers Antipater, ward von den Rö-mern zum Könige von Judäa erklärt, nahm imJahre 37 Jerusalem wieder ein und ließ nun denAntigonus und alle noch übrigen Glieder der makka-bäischen Familie tödten, unter Andern auch den80jahrigen Hyrcanus, ja selbst seine eigene GattinMariamne, die Enkelin Hyrcans, obwohl er sie fastbis zum Wahnsinn geliebt hatte. Nun ging dieHerrschaft über Juda aus den Jdumäer Herodesüber, den die Geschichte den Großen nennt. DerScepter war jetzt von Juda entwendet und nun auch