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einst, gleichwie eine geschmückte Braut ihrem Manne,vom Himmel herabfahrcn wird. (Offenb. 2l, 2).
Darum werden auch bei den Propheten, nach-dem Jerusalems äußere Herrlichkeit unter Davidund Salomo langst verblüht war, herrliche Dingevon der Stadt gepredigt, ja je naher der äußereWerfall war und selbst unter dem Gräucl der Ver-wüstung durch Ncbukadnezar weissagen die heiligenMänner Gottes so von Jerusalem, daß man gleichdaraus sieht, daß es etwas anderes ist, als irdischeGröße, was der Stadt eine solche Bedeutung füralle Zeiten giebt.
Denn allerdings sing schon gleich nach Salo-mo's Tode die äußere Schöne Jerusalems an zuverwelken. Wenn Salomo zu Jerusalem des Sil-bers auch so viel gemacht hatte, als der Steine(l. Könige 10, 27), so ward unter seinem Sohnund Nachfolger nicht nur das Reich um ein Be-deutendes geschmälert, sondern ein feindlicher Königraubte auch Vieles von den zu Jerusalem aufgehäuftenSchätzen. Salomo selbst verfiel nämlich in seinemAlter, wo die ausländischen Weiber sein Herz wand-ten, noch in Abgötterei. Nach 1. Könige 11, 7baute er mehreren Götzen eine Höhe „auf dem Berge,der vor d. h. im Osten von Jerusalem liegt"; dasist also auf dem Oelberge und zwar auf der südlich-sten Spitze desselben, der daher auch Berg des Aer-gernisses heißt. Zur Strafe dafür sollte ein großerTheil seiner Herrschaft von seinem Hause abgerissenwerden, was unter seinem Sohne Rehabeam(S75 v. Chr.) geschah, wo zehn Stämme abfielen,Jerobeam sich zum Könige machten und das ReichIsrael bildeten, während Jerusalem von jetzt an nurdie Hauptstadt des Reiches Juda blieb, wcßhalb auchseine Geschichte von da an ganz mit der GeschichteJuda's zusammenfällt, die in den Büchern der Kö-