der Berg Zion, den die Jebusiter, die NachkommenCanaan's (1 Mose 10, 16) inne hatten, zumStamme Benjamin gehörte, weshalb auch Josua 18,28 unter den Städten Benjamins aufgeführt wird:„Die Jebusiter, das ist Jerusalem." Nach Josua'sTode führte der Stamm Juda den Eroberungs-und Vertilgungskricg gegen die heidnischen Canani-ter und eroberte Jerusalem und zündete die Stadtan. (Richt. 1, 3). Da es eine Gränzstadt zwischenJuda und Benjamin war, so wurde es von beidenStammen bewohnt, und daher heißt es Josua 15, 63von Juda ebenso, wie Richter 1, 21 von Benjamin,daß sie die Jebusiter nicht vertrieben, sondern mitihnen zu Jerusalem wohnten. Wahrscheinlich dräng-ten sie sie aus der untern Stadt in die feste BurgZion, die erst David, nachdem er bereits 7/2Jahre zu Hebron König gewesen war, um 1050v. Chr. eroberte (2. Sam. 5, 6 — 9), obwohl dieganze Zeit der Richter hindurch Israel zu Jerusalem,d. h. in der untern Stadt, war wohnen geblieben,da nach 1 Sam. 17, 54, wo es zuerst wieder er-wähnt wird, David das Haupt Goliaths dorthinbrachte.
Von David an erlangt nun aber erst Jeru-salem seine Bedeutung als Hauptstadt des ganzenLandes in bürgerlicher sowohl, als kirchlicher Hin-sicht. Denn nicht nur machte David die eroberteBurg Zion zu seiner Residenz und nannte sie StadtDavids, sondern er brachte auch die Bundeslade12 Sam. 6) dorthin und baute auf dem BergeMorija einen Altar bei der Tenne Arafna, des Je-busiters*), wo der Engel des Herrn mit dem gc-
*) 2 Sam. 24, 23 wird dieser Arafna selbst Almiggenannt und scheint ein Abkömmling der alten, jebusitischenKönige gewesen zu sein.