mediat-Adresse diese Königliche Tliat in der Reihe der vielenhochherzigen Gnadenenveise, welche das Königshaus in die Ge-schichte unseres Domes der Nachwelt eingezeichnet hat, mitdankbarster Huldigung hegrtisst. Mit dem, was die König-lichen Behörden diesen Erfolg Förderndes getlian, erneuerte,sich uns zugleich" die dankbare Erinnerung an die preiswürdigenAnstrengungen, mit welchen ein halbes Jahrhundert lang in aus-dauerndster einsichtsvollster Kraftaufwendung dem Verlorenennachgetrachtet, und der nun erreichte Wiedergewinn vorbereitetwurde. Ja auch für unsere bisherigen Gegrter konnten wir jetztder versöhnenden Erwägung Raum gewinnen, dass das Interesse,mit welchem sie die Rückgabe so nachhaltig verweigerten, nurdas nämliche war, womit sie in jener wilden Periode den Schatzan sich zu bringen wussten, und ohne welches die unfehlbareZerstreuung in fernerhin unerreichbare Wege, wenn nicht dervöllige Untergang die heutige Rückkehr unmöglich gemachthätte. Jedenfalls gebührt der zu Darmstadt gepflegten sorg-samen Conservirung die wohlverdiente Anerkennung.
In ihrer kölnischen Heimath hat die Sammlung aus obenbereits angeführtem Grunde vorerst mir vom Dome. getrenntein die unbeschädigte Erhaltung sicherndes, wenn auch etwasunbequemes Unterkommen in einem gewölbten Raume des Semi-nars finden können. Der lange erstrebte Wiederaufbau desDomarchivs ist aber nun ebenfalls in Angriff genommen, undsteht damit auch in dieser Rücksicht die des Gegenstandes wür-dige Wiederherstellung und mit dieser die bequemere wissen-schaftliche Benutzbarkeit in naher Aussicht. Für letztere istdas Bedürfnis alsbaldiger neuer . Katalogisirung durch einenbewährten Paläographen der Gegenstand besonderer Fürsorgeder Staatsbehörde geworden, und steht der Beginn dieser Arbeitzu demnächstiger Veröffentlichung ehestens bevor.
Cöln, den 11. November 1867.
Dil FRENKEN.