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Das Schicksal der im Jahre 1794 über den Rhein geflüchteten Werthgegenstände des Cölner Domes, insbesondere die Zurückführung der Manuscripten-Bibliothek : aktenmäßige Denkschrift
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gelangten. Ob sie aber alle bis zu Dnpuis’ Ankunft dort blieben,ist nicht so gewiss. Von der massenhaften Weitersendung nachPrag vernahmen wir, dass deren Inhalt als hauptsächlich ausTheilen der Bibliothek und des Archivs bestehend bezeichnetwurde. Als es sich bei der Darmstädter Generalcommission umZurückführung dieser Sendung handelte, schrieb Domherr vonMylius am 21. März 1803 an dieselbe: „Worinnen aber dieserInhalt bestehe, darüber kann wegen Mangels deren VerzeichnisseUnterzeichneter keine zuverlässige Auskunft sondern nur die ge-gründete Vermuthung eröffnen, dass solche vielleicht noch auseinigen Kircheneffekten (was sich, wie wir sahen, bestätigte),mehrentheils aber aus der Domcapitularischen Bibliothek undArchiv bestehen,- auf welche letztere in Rücksicht des linkenRheinufers die Ansprüche des französischen Gouvernement leichteintretten mögten.“ Es geschah wohl in Folge dieser, vielleichtaber auch noch anderer Mittheilungen, die aber wegen der be-richteten strengen Verheimlichung durch Herrn von Hillesheimwahrscheinlich irre gingen, dass die Anordnung getroffen wurde,wonach bei der Ankunft in Seligenstadt neben den Pretiosenauch etwa Vorgefundene Theile der Bibliothek vorweg aufdie Seite gebracht werden sollten. Dass solche Theile sich wirk-lich gefunden hätteu, davon enthalten indessen die nachfolgendenVerhandlungen keinerlei Erwähnung. Wir haben aber insbe-sondere noch von 25 Kisten litterarischen Inhalts erfahren, dievon jener Sendung, nach Aussonderung der übrigen für die ein-zelnen Territorial-Herren, als gemeinschaftliches Eigenthum inDarmstadt deponirt blieben. Darnach besteht wenigstens dieMöglichkeit noch, dass auch auf diesem Wege Domcodices nachDarmstadt gelangt sein könnten. Namentlich würde solche fürden Fall noch im Auge zu behalten sein, wo sich ergäbe, wasnach dem im Jahre 1845 aufgestellten, vorhin erwähnten Ver-zeichnisse sogar wahrscheinlich ist, dass aus den nachweislichenBezügen von Arnsberg die schon bekannten 207 Codices nichtvollständig reproducirt würden.

Aber auch rücksichtlich dieser, der von 1812—1815 durchDupuis eingesandten 190 Folianten (die selbstverständlich nichtauf 187 reducirt bleiben dürfen), ist keineswegs ausgemacht,