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Das Schicksal der im Jahre 1794 über den Rhein geflüchteten Werthgegenstände des Cölner Domes, insbesondere die Zurückführung der Manuscripten-Bibliothek : aktenmäßige Denkschrift
Entstehung
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Harzheim fand diesenlihellus bei der Sammlung nichtmehr vor. Dahingegen bezeugt ein Jahrhundert vor Geleniusder Dechant Ilittorp von St. Cunibert in der Vorrede des imJ. 1568 gedruckten Werkes de devinis officiis, dass auch erdiesenindex in der Dombibliothek vor sich hatte. Er sagtvon dieser:si omnes eos haberet, lilros. quos sab annumDomini 833 in ea fuisse index quidam antiquus prodd, u'ihssi-mos maltos hac aetate auth.ores suppeditare posset. Dass,wie Hittorp annahm, derindex seihst in das Jahr 833 zurück-gereicht hätte, behauptete jene Aufschrift offenbar nicht, son-dern nur, dass die Sammlung, aus der er notirte, um jene Zeitentstanden sei. Gelenius hält es desslialb auch für nöthig, dieJahreszahl ohne Weiteres zu ändern, da man mit 833 über dieLebenszeit Hildebolds (j- 819) hinausgeräth, während seine kühneConjektur (783) zu genauer Noth in den, durchweg aber aucherst ins Jahr 785 versetzten Anfang der bischöflichen RegierungHildebolds zurückreicht. Er übersieht indessen dabei weiternoch, dass er sich die viel grössere Schwierigkeit schafft, dassLeo III., von dein die Sammlung doch herrühren sollte, erst795 Papst, wurde. Auch in dieser Dehauptung verräth sich derAufschrift-Vermerk als späteren Ursprungs und wenig zuver-lässig, da, wie sich überzeugend ergiebt, die römischen Erwer-bungen für die Sammlung Karls und seiner Vorbesitzer derfränkischen Hofbibliothek der Zeit Leos vorausliegen, und dieAufschrift daher nur wiedergiebt, was man so oft findet, dassdie späteren Chronisten alle römischen Beziehungen Karls mitVorliebe auf Leo als denjenigen Papst concentriren, an welchen,sich die Weihe des wiederhergestellten Kaisertlmnis knüpfte,und dessen persönlicher Besuch bei Karl (804) mit seinen gross-artigen, besonders auf das Rheinland verbreiteten Festlichkeitenim Vordergründe der Erinnerung blieb.*) Das Verzeichniss

*) Auch die von Eginhard gemeldete und im codex carolinus bestätigteUeberlassung von Baustücken des niedergelegten Palastes von Ravenna fürden Aachener Münsterhau kam nicht von Leo, der die Kirche entweihte, son-dern von seinem Vorgänger Hadrian. Die prächtigen Granitsäulen für dasinnere Oktogon erhielt der Kaiser durch Hildebold's Vermittlung von derDomgeistlichkeit zu Cöln. Möglich, dass nehst Karls Hülfe für den bald nachher