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Das Schicksal der im Jahre 1794 über den Rhein geflüchteten Werthgegenstände des Cölner Domes, insbesondere die Zurückführung der Manuscripten-Bibliothek : aktenmäßige Denkschrift
Entstehung
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gemacht hat, was unserem Dome von seinen Schätzen hintan-gehalten blieb.

Die neuen Herren hielten es für nötliig, dem Bekanntwer-den des Tlieilungsplanes die Occupation rasch folgen zu lassen.Während die Reichsdeputation die förmlichen Annahme-Beschlüsseerst am 23. November 1802 und 25. Februar 1803 fasste,verabredeten die Interessenten unter Billigung der Deputa-tion schon, im August 1802 die „militairisch - provisorischeBesitznahme.“ Am 8. September Mittags nahm zahlreicheshessisches Militair zu Arnsberg den hurköluischcn Grenadierendie Wachen ab. Am 12. October schritt ein hessischer Occu-pations-Commissar, von bewaffneten Soldaten begleitet, in dieSitzung des Domcapitels (in dem sogenannten Horcamp’schenHause) und verkündete demselben auch die Civilbcsitznalmiedes Landes. Gleichzeitig wurde die Abtei Wedinghausen unterSequester gelegt und von hessischen Beamten besetzt. Aberauch diese' voreilige Heimsuchung hatte das Domcapitel bereitskommen sehen. Es war iumittelst in der That der Fall, wasman in Cöln gerüchtweise wusste, dass alle geflüchteten Wertli-saclien des Domes von den wechselnd erwählten Zufluchtsstättenzurückgezogen nur noch in Wedinghausen und Prag concentrirtwaren. Schon in der ersten Hälfte des August entsandte dasDomcapitel von dem in Wedinghausen selbstverwahrtcn bestenTheile 16 Verschlage auf das relativ sicherste neutrale Territo-rium der freien Stadt Frankfurt an einen dortigen Vertrauens-mann, den Scliolaster des Bartholomäusstiftes Molinari. DasGerücht bezeichnete bald mehrere dieser Verschlage als vieleCentner Silber, Gold und Edelsteine umfassend. Es warennamentlich die grossen Reliquienschreine der hh. Dreikönige unddes h. Engelbert darunter. Aus dem ersteren blieben die hh.Reliquien selbst in besonderem engeren Ilolzverschlusse im Hoch-altäre der Abtei verborgen, bis dieselben am 10. December 1803direkt nach Cöln zurückgebracht, zuerst in die Deutzer Abteideponirt und am 12. Januar 1804 unter grosser Stadtfeierlicli-keit in die von dem berühmten Erzbischöfe Maximilian Hein-rich neu ausgestattete alte Dreikönigen-Kapelle des Domes mit-telst einer Anordnung restituirt wurden, wie sie Mangels des