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Johannes Janssen und die Geschichte der deutschen Reformation : eine kritische Studie
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Anstrengungen der Päpste Nikolaus V., Ealixtns III. und Pius II.wäre ein unliebsamer Schatte» gefallen. Der Theologe geht deminstinktiv ans dem Wege und schiebt statt dessen einige Krenzzngs-pxedigten Pins !l. ein, die das ganze Abendland in Bewegung ge-bracht haben sollen. Leider erfolgte kein Krcnzzng. „Die Fürstenblieben nnthätig und zwieträchtig" ... „Die Offensivkraft verbliebdem Osmanentum." Das würde min wunderbar stimmen, wennJanssen uns mitgeteilt hätte, daß das deutsche Leben im Absteigenbegriffen war. Aber er glaubt an das Gegenteil. Er muß sich alsoeinmal geirrt haben, denn die Blumen blühen im Frühjahr und dieBlätter welken im Herbst, und bei der jungen osmanischen Machtblüht und treibt alles, und bei der verfallende» deutschen Macht welktalles ab. Kann Janssen einem ausgewachsenen Körper ein neuesWachstum verschaffen? Glaubt er, durch Predigten ließe sich einsolches Wachstum einen, Volke wiedergeben, es ließe sich so die ansdiesem äußeren Wachstum sprießende Offensivkraft wiederherstellen?Die göttliche Macht des Papsttums hätte eigentlich ans dem deutschenHerbst ein blühendes Frühjahr machen müssen. Das aber geschahnicht, und der patriotische Geschichtschreiber scheint es dem Theologeneinen Augenblick übel zu nehmen, daß das Papsttum seinem Volkediesen kleinen Gefallen nicht that, denn er meint, das Papsttum selbstsei den Weg des Verderbens gewandelt. „Die in Italien herrschendeeigensüchtige Kabinetspolitik, die üppige Weltlich und Verdorbenheithatte unter diesen Päpsten — Jnnveenz Vi II. und Alexander VI.-auch den römischen Hof erobert." Nu», die Eroberung geschah schonetwas früher, nur innziertc sie nicht gerade jeden und alle Päpste so,wie die beiden Genannten.

Aber auch noch nach einer weiteren Seite müssen wir den Blickwenden, die Janssen unbeachtet gelassen hat. Er führt an, daß estrotz der päpstlichen Ermahnung zum Krenzzng in Deutschland, inEuropa zu keiner Einigung kam, er vermißt diese Einigung a»ehspäter noch mehrmals, wenn er ans die politischen Neformversnche zusprechen kommt, und doch hat Janssen uns ebenso mitgeteilt, daß dieWandlung ans der Monarchie zum Bundesstaat bereits in der gol-denen Bulle ihre gesetzliche Sanktion erhielt. Wenn sich die Geschichtenun durch sich selbst erklärt, so hätte Janssen begreifen müssen, wasdieser sein eigener Ausspruch enthielt. Monarchie und Offensivtraft