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Johannes Janssen und die Geschichte der deutschen Reformation : eine kritische Studie
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und einheitlich zusammenschieße und also in den Stand gesetzt werde,fördernd und weiterbildend ans die Kultur der Menschheit überhauptzu wirken, das muß der Wunsch jedes denkenden Menschen sein undbleiben, der sein Volk und Vaterland liebt, Janssen ist zu dieserErkenntnis nicht gelangt. Die Männer der Reformation sind ihmkeine großen Männer, und doch wüßten wir, abgesehen von allemWirken ans religiösem und theologischem Gebiet, nicht diele Thatender einen Knltnrthat Luthers an die Seite zu setzen: die Schöpfungder deutschen Sprache. Janssen ist im Dilemma, in der Widernatnrstecken geblieben, wie die große Zahl seiner rheinisch-westfälischenLandslente, die den Schritt des Sachsendolkes mitznmachen durch ro-manische Übermacht einstens gehindert wurden.

IN. Kuswärlige Verhällnille und Zieichoei»ig»»gsuerl»cheunler -Zua.nmilinn I.

Im folgenden versucht Janssen nun wieder, „die Geschichte sichdurch sich selbst erklären zu lassen". Daß er dabei zu ganz unerklär-lichen Dingen kommt, merkt er nicht. Die deutsche Nation ist diemächtigste, die blühendste, die lebensvollste in Europa. Janssen hatuns das bewiesen. Es fehlt ihr nur eins: der Mann, der Held, derall dieses strahlende Leben in einen großen Strom vereinigt, einenStrom, der dann weiterbranst durch Europa bis nach Asien, der dieGläubigen sammelt unter dem Zeichen des Kreuzes und die Ungläubigentrifft mit der Schneide des Schwertes, lind das deutsche Volk hatdieses Glück, ein Glück, wie es wohl selten in der Geschichte einesVolkes wiederkehrt. Der Held kam, der Held hieß Maximilian. Wirkönne» nun die ganzen folgenden hundert Seiten überschlagen undeinfach an das Lebensende dieses Mannes treten, nin zu sehen, wie seinenaturgemäß von einer Heldenthat zur andern fortstürmende Kraft dengroße» Glückstranm unseres Volkes verwirklichte. „Die beim Regier-ungsantritte Maximilians von dem ganzen Volke wie vom Königeselbst gehegten Hoffnungen auf eine Wiedererstarknng des Reichesgingen nicht in Erfüllung. Schmerzbcwegt sagte der Kaiser wieder-