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nicht, und doch wird stets das Leben selbst sich seiner negativen Mächtebedienen, um da einzudringen, Iva man seinen positiven, fortbildendenMächten eine ständische Abgeschlossenheit und Unnatur entgegensetzte.Janssen ist gezwungen, alle Symptome der Krankheit anzuführen, sodie Üppigkeit in Stadt und Land, das erschreckliche Aufkommen desBranntlveintrinkens, die Sittenlosigkeit, den Kindcrmord, deren Ver-breitung er indcß den religiösen Wirren des sechszehnten Jahrhundertszur Last legen möchte. Er mag darüber bei Knöpflcr nachlesen!Bayern wird als die erhaltende Macht des Katholizismus gepriesen.Ans der Synode von Salzburg im Jahre 1562 sah man sich zu einerBeratung genötigt, deren Inhalt uns Knöpfler mitteilt. „Wie wohlde» kirchlichen Organen strenge Strafcinschreitnng zur Pflicht gemacht,waren kleine Kinder entweder durch Nachlässigkeit oder durch Schuldder Eltern oder Annnen erstickt worden, ist doch .dieses Verbrechenso gar gemein geworden, daß auch in einem kleinen Distrikt ein jar garNil unschuldiger Kindlcin erlegt und ersteckt Werdeick." So im katholi-schen Bayern, von dem Knöpfler »achweist, daß dort die Ncformationsbe-wegnng absolut nicht in der Weise und Ausdehnung Eingang gefunden,wie man bisher annahm. Aber die religiöse Verwilderung weist Knöpflcrauch in Bayern nach, sie muß also etwas von der Reformation Un-abhängiges gewesen sein. Und sie war es, denn nicht die Reforma-tion, sondern die Nichtreformation, die Hemmung der reformatorischenBewegung hat diese Verwilderung erzeugt. — Ein weiteres Symptomder Krankheit ist das Aufkommen der Inden, des Jndenwnchers, demJanssen nun einige Seiten widmet. Dieses Aufkommen der Inden,die „nicht herrschen durch größere Kraft, höheren Mut und höhereTugend, sondern lediglich durch elendes von allen Seiten und mitallen Mitteln zusammengescharrtes Geld" (S. 381), ist uns ebensoein Zeichen des nationalen Verfallen Wo Aas ist, sammeln sich dieNaben, wo Fänlnw herrscht, erscheinen die Maden, aber nicht Ursache,sondern Begleiterscheinung der Krankheit ist uns dies alles, einerKrankheit, deren Fortwnchcrn sich in der Janssenschen Darstellung nunSchritt für Schritt verfolgen läßt, so auch der Schritt weiter, dendie Krankheit zu den Monopol- und Handelsgesellschaften machte.
Der natürliche Gang, für dessen Einzelheiten man bei Janssendie Belege finden wird, obgleich er diesen Gang selbst nicht zu ver-folgen vermochte, ist kurz folgender. Der Aufschwung des Handels,