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Nun lebt Alle wohl! Gott segne Euch Alle! Amen —so geschehe es! Vergebt mir, wenn ich Euch weh gethan habe,wie ich auch Euch von ganzem Herzen vergebe, und habt innigenDank für die Liebe, welche Ihr mir erwiesen habt! — Nun,mein lieber Bruder und meine liebe Schwägerin, lebt auch Ihrwohl! Wir sehen uns wieder beim Vater droben! — Damitscheidet hier von Euch
Eure Euch herzlich liebende Schwester und Tante
Auguste Langewieschc.
Barmen, den M.April 1881.
VI. Wilhelm Langeniitsche,
geb. 4. Dezember 1807, gest. 24. März 1884 in Godcsbcrg. Ver-mählt mitLuiseBrcdt vom SchwclmcrBrunnen,geb. 5. Mai 1804,gest. 8. August 1883 in Godesbcrg.
Gleich seinen Brüdern hatte auch Will) el in in Wilbcrg'strefflicher Schule zu Elberfeld eine gründliche wissenschaftlicheAusbildung erhalten. Als echtes Kind seiner Heimat, diesich nicht minder durch landschaftliche Schönheit als durch dengcwcrbthätigen Fleiß der Bewohner auszeichnet, vereinigteWilhelm in sich tief innerliche, dichterische Begeisterung füralles Schöne nnd Hohe, das Mcnschcnherzcn erhebt, mit offenemBlick auch für die praktische Seite des irdischen Daseins.Sein lebhaftes Interesse für Litteratur und Poesie machteihm die Wahl seines Bernfes nicht schwer, er wurde Buch-händler und hat später als solcher weithin für's bergische undmärkische Land Bedeutung erlangt.
In der altberühmtcn Buchhandlung von G. D. Baedekerin Essen bestand er seine Lehrzeit und ging dann nach Berlin,wo er in der EnSlin'schcu Buchhandlung als Gehülfe thätigwar. Aber schon im Jahre 1831 spürte er, der dreiund-zwanzigjährige, den Trieb zur Selbständigkeit in sich. Ergründete ein eigenes Geschäft in Jscrlvhu nnd konnte nunauch — am Ist. September 1831 — seine getreue Jugend-