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Chronik der Familie Langewiesche
Entstehung
Seite
63
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gespiclin, Lllisc Bredt, das Nachbarkind vom SchweünerBrunnen, als Gattin heimführen. Vier Jahre später siedelteer nach Barmen über. Dort eröffnete er eine Buchhandlungin der Mittclstraße, dem AuSgang der Ref. Kirchstraße gegen-über, zunächst in überaus bescheidener Räumlichkeit. Dochfür das aufblühende Geschäft wurde es dort bald zu eng.Daher zog er in das Haus Wcrthcrstraße 21 uud erwarb umdie Mitte der vierziger Jahre das Haus Wcrtherstraße 1.

Neben dem Betriebe des Sortimcutsgeschäfts lag ihn:noch besonders die Ausbildung seines Verlagsgeschäfts amHerzen. Er gab gern jungen Schriftstellern Gelegenheit, ihreErstlingswerke zu veröffentlichen, uud auch mancher bekannteName befindet sich unter den Verfassern seiner Verlagswcrke,z. B. Ferd. Freiligrath, Levin Schücking, Prof. K. Rosen-kranz, Dr. Rud. Stier, Professor Lange, MissionsinspektvrDr. Fabri, l)r. E. Kleinpaul, Prof. Neumaun u. a. Mitvielen Dichtern und Schriftstellern stand er in regem persön-lichen Verkehr. Namentlich den aufstrebenden Talenten imWuppcrthale ging er stets gern mit Rat und That zur Seite.Männer wie F. W. Hackländcr, Reinh. Ncuhaus, Emil Ritters-hans, Karl Siebel, und nicht zum wenigsten Ferd. Freiligrath^suchten und fanden bei Langewiesche, dem klar und besonnenurteilenden Manne, Anregung und Förderung. Auch er selbstwar litterarisch thätig, besonders, nachdem er im Jahre 1866das Svrtimeutsgeschäft seinem ältesten Sohne übergeben hatte.So veröffentlichte er Gedichte, in denen sich sein ticfreligiösesEmpfinden beknndete, unter dem Titel: „Vorhofkläuge einesWahrhcitssuchers", eine Studie über das heilige Abendmahlund verschiedene andere Schriften. Außerdem erschienen hieund da in Zeitschriften Gedichte von ihm. In hervorragen-dem Maße wandte er sein Interesse der Umgestaltung einerin seinem Verlage erschienenen, ursprünglich von l)r. Klein'