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Goethes Stammbäume
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Johann Kaspar. 1763. 1764.

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stellte er mit der ihm eigenen Kraft, sich gefaßt zusammen-zuraffen, bald sich wieder her, so daß er sein Tagewerk rast-losen Fleißes wieder aufnehmen, nun mit dem Vater Struves„llurispruäsntUu Rornuno - (Förmunion korsn8is"beginnen konnte. Als man später vernahm, daß der 4. Januar1764 zum Wahltag des Königs in Frankfurt bestimmt sei,mußte er mit dem Vater die Diarien der letzten Wahlen undKrönungen nebst den Wahlkapitulationen durchgehen, um sichauf eine solche bedeutende Reichshandlung würdig vorzubereiten.Dem kaiserlichen Rate als echtem Reichsstädter that es wohl,wiederum solchen feierlichen Tagen beizuwohnen, in welchenseine Vaterstadt als erste aller Reichsstädte glänzte. Der Zu-sammenfluß der höchsten Würdenträger erfreute sein Herz, dasauch die Belästigungen, die sein Haus und er selbst dadurcherlitt, leicht trug; auch freuteer sich, so manche alte Bekanntewiederzusehen, besonders den Reichshofrat Senckenberg. AufWolfgang machte das ganze Schaugepränge einen bedeutenden,freilich sehr gemischten Eindruck.

Kurz darauf richtete der noch im fünfzehnten Jahre stehendeKnabe, wohl mit Wissen des Vaters, an den nur zwei Jahreälteren Buri von Isenburg, auf dem Hofgute zu Neuhof (einpaar Stunden hinter Ofsenbach), die schriftliche Bitte um Auf-nahme in den Gott und der Tugend geweihten Jugendbund,den dieser unter dem Namen der „arkadischen Gesellschaft Phi-landria" gestiftet hatte. Daß Buri auf Verdächtigung seinesJugendfreundes Schweitzer, der ihm von dieser Gesellschaftrühmend berichtet hatte, „seiner Laster wegen" die Aufnahmeablehnte, verschmerzte er leicht, da er die Hohlheit dieses Tugend-schwindels bald durchschaute. Der Vater gestattete ihm jetztAusflüge in die nächste Umgebung und freute sich, wenn erlandschaftliche Zeichnungen davon mitbrachte, obgleich sie aufschlechtes Papier unschicklich gehäuft und nicht vollständig aus-