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Goethes Stammbäume
Entstehung
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Die Textor- u. Goethesche Nachkommenschaft. 17711773. 49

2. Die Teztor- und Goetkesche Nachkommenschaft.

Zwei Tage nach dem Frankfurter Schultheißen starb zuDarmstadt dessen Schwager, der Generalmajor v. Hoffmann,dessen Tod dem Straßburger Studenten Goethe kaum naheging, obgleich er der Pate seiner Schwester Cornelia war.Dieser kehrte als Licentiat gegen Ende August nach Frankfurtzurück, wo er schon am 3. September den Advokaten- undBürgereid vor dem älteren Bürgermeister v. Olenschlager ab-legte. Seinen Oheim wählte man in dankbarer Erinnerungan den Vater in den Rat, in welchen er am 16. Septembereintrat. Aus der Ehe der Großtante, der jüngsten Schwestervon Teptors Gattin, Susanna Lindheim er, mit dem Advokatenund Prokurator Hofrat Dietz, war ein Sohn hervorgegangen,der, gleichfalls Hofrat und Prokurator, sich 1776 oder 1777mit Karolina Buss, der Schwester von Goethes Lotte, ver-band. In zweiter Ehe heiratete diese den Advokaten und Pro-kurator Hofrat Lange. Die beiden Söhne dieser Ehe fandGoethe, als er im Mai 1772 nach Wetzlar kam, ebenso wenigmehr als den Gatten; nur die beiden 1755 und 1758 ge-borenen Töchter Johanette Elisabeth Christine und HenrietteMarie Jakobine waren der Großtante Lange geblieben.

Am 2. Januar 1773 wurde dem Oheim eine Tochter,Anna Maria, geboren, bei welcher die lustige Tante MelberPatin war. Die Ehe dieser selbst wurde noch nach dem zwan-zigsten Jahre (1772 und 1773) mit zwei Kindern gesegnet,von denen die Tochter Anna Margareta die Namen der Groß-mutter erhielt, der Knabe Johann Georg David getauft wurde;die Namen Johann David erhielt er von einem Verwandten,der auch später Pate eines Kindes des Oheims wurde, Georg

Düntzer, Goethes Stammbäume. 4