Johann Kaspar Goethe. 1749—1753,
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sogar Verdacht zu äußern, weil die Zeugnisse eben nicht bei-gebracht werden könnten, ja sämtliche Meister erhoben Wider-spruch zu Wien beim Reichshofrat, wo denn die Sache weiter-geführt wurde. Der Rat Zinngießermeister unterstützte denVetter mit seinem Rat, und auch der kaiserliche Rat wirddabei nicht unthätig gewesen sein, ja vielleicht die Sache seinemFreunde Senckenberg empfohlen haben, der seit 1746 Reichs-hofrat war.
Der 7. Dezember 1750 brachte den Wünschen des kaiser-lichen Rates eine Tochter, deren Patin die SchwiegermutterCornelia war. Pate wurde der Schwager, der DarmstädtischeOberstlientenant Hoffmann. Bei einem zweiten, am 26. No-vember 1752 geborenen Sohne stand der Zinngießermeisterund Rat zu Gevatter. Alle drei Kinder gediehen glücklich,wenn auch der zweite Sohn nicht zu so großen Hoffnungenwie Wolfgang zu berechtigen schien. Unterdessen hatte die lustigeSchwester der Frau Rat mit dem Handelsmann Georg AdolfMelber sich vermahlt. Der Halbbruder verheiratete am1. Februar 1752 seine zwanzigjährige Tochter Sophie Mar-gareta an den fast neunzehn Jahre ältern deutsch- und fran-zösischen evangelisch-lutherischen Pfarrer Chrenreich Reichard.Ihre neunzehnjährige Schwester Sabina Margareta vermähltesich am 2. Oktober 1753 mit dem neunundzwanzigjährigenbürgerlichen Lieutenant Simon Friedrich Küstner. Da „Wil-helm Meisters Lehrjahre" in der viele Züge aus Goetbeseigenem Leben enthaltenden Puppenspielgeschichte eines jungentalentvollen Mannes von der Artillerie gedenken, welcher demVater sehr wesentliche Dienste geleistet, so könnte hierbei derSchwiegersohn des Zinngießermeisters vorschweben, obgleichKüstner nicht Lieutenant der Artilleriecompagnie war.
Unterdessen war endlich die Sache des Schustergesellen,freilich nicht ohne Stürme, die lebhaftes Gerede erregten und