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Goethes Stammbäume
Entstehung
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II. Das Geschlecht des Dichters Goethe.

Sohne Johann Friedrich), einmal einen Schneider (JohannJakob Grah), einmal einen Sattler (Johann Kaspar Müller,bei seinem geliebtesten Sohne), einmal einen Buchhalter (Jo-hannes Kley bei seinem Sohne Johann Michael), und nureinmal wählte er aus Liebe zu seiner zweiten Gattin derenSchwester Anna Sibylla, Witwe des Bierbrauers AndreasPettmann. Alle diese Angaben, aus denen sich auch der Patevon Goethes Vater ergiebt, verdanke ich der stets bereiten Gütevon Heinrich Pallmann.

Nach längerer Zeit erfreute ihn seine Frau am 14. Mai1697 mit einem vierten Sohne, Hermann Jakob, der zu seinerFreude gedieh; ihm folgte am 7. Juli (nicht Februar) 1700Johann Nicolaus. Aber vier Wochen später verlor er seineGattin. Auch dieser Riß konnte seine rastlose Thätigkeit nichtstören, die aus dem glücklichen Erfolge neue Kraft schöpfte.Als sein Schwiegervater am 29. November 1701 verschied,war sein Vermögen noch gestiegen, da seine Schätzung fürdieses Jahr sich auf 7000 Gulden belief. Die Schwieger-mutter scheint schon bei dem Tode des Gatten im Armen-und Waisenhause verpflegt worden zu sein. Über ihr Ver-mögen fand sich Goethe mit den mehreren Geschwistern seinerFrau ab; die Erbeu zahlten auch die mehrjährigen Schatzungs-rückstände. Der Anteil, den Goethe von dem väterlichen Ver-mögen des Schwiegervaters erhielt, kann nicht bedeutendgewesen sein; dennoch stieg seine Schätzung vor dem im Sep-tember 1704 erfolgten Tode seiner Schwiegermutter auf 11500Gulden, ja wenige Monate später gab er die höchste Schätzungan, da sie gesetzmäßig über 15 000 Gulden nicht hinausging.Daß er sich überschätzt habe, um als reicher zu gelten, wie erwar, ist kaum anzunehmen. So befand sich der Schneider-meister Goethe nach sechzehn Jahren in einem verhältnismäßigbedeutenden Wohlstand, den er sicher eigener Thätigkeit, Ge-