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Goethes Stammbäume
Entstehung
Seite
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Friedrich Georg Joachim- Hans Christian. 1633—1686. 93

ergriff das Gewerbe seines Vaters, der vierte scheint ohnenähere Bestimmung im Hause geblieben zu sein (das Kirchen-buch erwähnt nur, daß er einmal Gevatter gestanden habe),der fünfte ward Schmied wie sein Großvater. Das jüngsteKind war die Schwester Maria Christina. Ob FriedrichGeorg das Handwerk in Artern oder auswärts erlernte, wissenwir nicht. Von ihm steht es fest, daß er sich Goethe schrieb.Frühe trat er seine Wanderschaft an, da es ihn trieb, dieWelt kennen zu lernen und durch Geschicklichkeit und Kennt-nisse sein Glück zu machen, weil er von Hause bei der großenZahl der Kinder wenig zu erwarten hatte. Von seiner Wander-schaft wissen wir nur, was er im Dezember 1686 bei seinemBürgerrechtgesuche in Frankfurt am Main angab. „Nach er-lerntem Schneiderhandwerk habe ich in vielen vornehmen Reichs-nnd anderen Städten, fürnemlich aber auch allhier gearbeitet undnachdem ich mich bei dem Handwerk eingekauft hatte, ummich besser zu perfektioniren, in Frankreich gereiset, und viert-halb Jahre darinnen zugebracht, und nach meiner Wiederkunftsin Frankfurts den Geschworenen des Handwerks erkläret, daßich mit Consens und Einwilligung meiner lieben Eltern meinemVaterland als einem geringen Ort, woselbsten nicht viel zu ver-dienen, valedicieret und mich entschlossen allhier häuslich nieder-zulassen, die auch ihres Orts mir beförderlich zu erscheinensich ganz willig erkläret, bevor ab da ihnen wohl wissend, daßich mich mit eines ehrlichen Bürgers und Meisters Tochter inchristlicher Eheverlöbniß eingelassen." Er hatte also in ver-schiedenen deutschen Städten gearbeitet, um sich in seinem Hand-werk durch Kenntnis des abweichenden Verfahrens zu vervoll-kommnen und seine Orts- und Menschenkenntnis zu vermehren,dann aber hatte er die große Reichs- und Handelsstadt amMain aufgesucht, diesen Knotenpunkt aller Reisenden von Nor-den und Süden, wo so viele zu Wohlstand und Ansehen ge-