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Goethes Stammbäume
Entstehung
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II. Das Geschlecht des Dichters Goethe.

Wohlhabende zugrunde. Man kann sich ebenso gut denken, daßder Sohn eines Handwerkers zu dem große Aussichten bieten-den Rechtsstudium hingezogen wurde und es mit Unterstützungeines vornehmen Herrn ergriff, als daß eine angesehene Ge-lehrtenfamilie in Not geriet und znm Handwerkerstande herab-sank. Aber jedes bestimmte Anzeichen fehlt, daß der Fried-berger und der Thüringische Goethe verwandt gewesen: wirwissen weder, woher der Schmied gekommen, noch welchemdeutschen Lande der Friedberger Syndikus entsprossen, aber zuverwundern wäre es nicht, wenn sie Bruderskinder gewesen,ibise soirs Ins sst ourniu.

Seit dem Sommer 1888 wissen wir, daß in den Rats-rechnungen der alten thüringischen Stadt Sangerhausen wäh-rend der letzten zwölf Jahre des Dreißigjährigen Krieges derBürger und Schmied Joachim Göthe mehrfach genanntwurde. Woher der Hufschmied Hans Christian Göthegekommen, der beim Hufschmied Dietrich Wertheru zu Sonders-hausen in der Lehre war, 1656 in seinem 23. Jahre in demStädtchen Ariern (Ardern) in der Grafschaft Mansfeld, amZusammenfluß der Helme und der schiffbaren Unstrnt, Meistergeworden, wissen wir nicht: es wäre seltsam, wenn er nichtder Sohn des Sangerhäusers gewesen. Woher Volger dieKunde hat, Hans Christian sei über Voigstedt eingewandert,errate ich nicht; ein Sohn von Hans Christian wurde späterSchmiedemeister in Voigstedt. Unser Hans Christian heirateteals Meister sofort die Tochter des untersten Lehrers, SibyllaWerner, mit der er dreißig Jahre verbunden blieb. Siebrachte ihm neun Kinder, von denen das älteste FriedrichGeorg, getauft am 7. September 1657, der Großvater desDichters werden sollte. Von den acht übrigen Kindern starbendie beiden ersten und das vierte frühe. Von den Söhnenwurde der älteste Schneider, der zweite Schreiner, der dritte