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Goethes Stammbäume
Entstehung
Seite
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I. Das Geschlecht Textor. 2.

berg, vermählt mit Helene Czarnecka, die ihn noch drei Jahreüberlebte. Bon den acht Kindern des Handelsmanns v. Bihlheirateten vier Töchter nnd ein Sohn. Eine Tochter desletztern ist mit Professor Otto Crusins in Tübingen vermählt.Die Nachkommen der Kinder des Pfarrers Starck und desMajors Schuler sind mir nicht genau bekannt. Melkers Sohnerwarb sich auf der Hochschule in Heidelberg im Jahre 1838die medizinische Doktorwürde mit der Abhandlung:Ds ins-clullas spiuulis sratstismo", trat 1839 in Frankfurt als Arztauf, ward 1851 Physikns. Zu früh, am 4. Januar 1873,entriß ihn der Tod seiner erfolgreichen Thätigkeit; seiner Gattin,Maria geb. Wecker, hinterließ er zwei Söhne, beide Kauflente,von denen einer in Mexiko verheiratet ist, der andere, WalterWolfgang, in Frankfurt lebt, nnd eine Tochter.

Das alte Appelsche Erbbegräbnis, in welchem die Textorseit dem Schultheißen und die Familien Goethe, Schüler undv. Bihl beigesetzt wurden, ist am 25. Mai 1883 gebührenderneuert worden. Lange Zeit wurde als Grabstätte von GoethesMutter eine etwa achtzig Fuß davon entfernte an derselbenMauer des Petrikirchhofes betrachtet; der Irrtum war durcheine neue Numerierung veranlaßt.

Als Charakterzug des Textorischen Geschlechtes ergiebt sichuns das ernste Streben nach zweckbewußter Wirksamkeit, dienicht allein das eigene Fortkommen, sondern auch das Wohldes Staates sich vorsetzt. Freilich sind es nur kleine Gebiete,denen die Textor ihre Thätigkeit widmeten, aber um so voll-kräftiger traten sie für dieselben ein, wenn sie ihnen auch keineneue Richtung zu geben, nicht die eingegriffene Entartung auf-zuhalten vermochten. Den Glanzpunkt des Geschlechts bildetGoethes Großvater; es fehlt nicht an zeitweiligem Nachlassender Kraft, wie wir es bei dessen Vater erkennen, der sich demStaatsdienste entzieht und sich auf die Gründung eines eigenen