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Goethes Stammbäume
Entstehung
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Die Textor- u, Goethesche Nachkommenschaft. 18231862. 81

vi. Johann Wolfgang starb am 21. Februar 1831 ohnemännliche Nachkommen) in dem Zweige des Tübinger Privat-dozenten, der leider in Frankfurt bald in so kümmerliche Ver-hältnisse geriet, daß die zwei Jahre ältere ledige SchwesterAnna Maria sich der Erziehung der drei Kinder annehmenmußte. Trotz allem behielt er seine Gutmütigkeit und seinSelbstbewußtsein, auch noch als er eine Pfründnerstelle imSenckenbergischen Stift angenommen. Zuletzt arbeitete dervielkundige Greis an einer Weltgeschichte, die er aber nichtvollenden konnte s es wollte sich auch kein Verleger finden. Erstarb am 31. Dezember 1851. Sein älterer, 1806 geborenerSohn Wilhelm Karl widmete sich dem Rechtsstudiums nach-dem er die Doktorwürde erlangt, trat er als Advokat undNotar auf. Den 19. Juli 1836 heiratete er die fünfund-zwanzigjährige Tochter des Bierbrauermeisters, Quartiervor-standes und Majors Andreas Orthenberger, Charlotte Luise.Am 29. September 1862 wurde er Senator. Als solcherstarb er am 28. März 1882. Er hinterließ zwei noch lebendeSöhne, Otto Andreas und Karl Wolfgang, beide Kaufleutesder eine, im April 1839 geboren, ist ledig geblieben, der andere,geboren am 28. Dezember 1840, hat sich verheiratet und istnach Verlust zweier Söhne 1886 Vater eines dritten geworden.Der jüngere Bruder des Senators, Wolfgang Karl Gustav,ist wahrscheinlich 1850 in New-Orleans gestorben. DieSchwester Friederike Marie Karoline heiratete 1839 den Ad-vokaten vr. Johann Theodor Wiesen s von ihren vier Kindernstarben zwei Söhne 1856 und 1870- eine Tochter und einSohn leben noch. Von den Nachkommen des Sohnes desSchultheißen verschied Anna Maria, die treue Pflegerin derKinder ihres Bruders, am 27. Oktober 1862; zwei Monatespäter (am 29. Dezember) starb ihr zehn Jahre jüngererBruder, Johann David, als österreichischer Major in Lem-

Düntzer, Goethes Stammbäume. 6