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Goethes Stammbäume
Entstehung
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Schluß. Charakter des Geschlechts.

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Hausstandes beschränkt, vielleicht auch bei dessen Sohne Jo-hann Jost kaum leugnen können. Nur wenige des Geschlechtswählten die Soldatenlaufbahn, die in Frankfurt sehr beschei-dene Aussichten bot. Der ärztlichen Thätigkeit widmete sichMelber, keiner dem Predigerstande, wenn auch Töchter sichmit Geistlichen verbanden. Religiöse Duldung finden wir mehr-fach ausgesprochen, und wie Goethe, so war auch sein Groß-vater kein Freund der Ärzte, wie wenig beide auch die Not-wendigkeit derselben leugnen konnten. Der akademischen Thätig-keit hatte sich der spätere Frankfurter Syndikus gewidmet; dereinzige, der nach ihm sich in ihr versuchte, verunglückte dabei,wohl weil ihm die Gabe wissenschaftlichen Eindringens abging.Im Gymnasialfache war nur ein Bruder des Syndikus thätig.Von dichterischer Begabung des Geschlechts kann die Lokal-posse des späteren Privatdozenten nicht zeugen. LebendigerAhnungsgeist zeigt sich bei Goethes Großvater, freilich aufeigentümliche Weise; frische Anschaulichkeit und vollströmendeKraft, welche der Dichter nicht entbehren kann, waren schöneGaben, mit denen die Natur Goethes Mutter gesegnet hatte,aber den Dichter machen sie allein nicht. Kann man demnachauch Goethes Dichtertalent nicht von seinem mütterlichenStammbaum herleiten, will man nicht die Gesichte (Visionen)des Dichters mit des Großvaters weissagenden Träumen inVerbindung bringen, so hat dagegen die beharrliche Ausdauerund Treue, womit der Freund Karl Augusts sich der Verwal-tung widmete, gewissermaßen in jenem ein Vorbild, wenn manauch gestehen muß, daß der Dichter mit Rechtdes Lebensernstes Führen" als ein Erbteil seines Vaters bezeichnet hat.Bei ihm aber hing jenes zähe Ausharren mit sittlicher Willens-stärke und dem ihn beseelenden Glauben an das Schicksal zu-sammen, das ihm seine Bahn angewiesen habe und mit Mutter-liebe über ihm wache. Wenn er in jener langen launigen