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Goethes Stammbäume
Entstehung
Seite
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66 » I. Das Geschlecht Textor. 2.

beiden Gmelin kennen lernte, empfohlen haben. In das Albumist Textor unter dem 3. November eingetragen. Goethe warauch auf der Rückreise kurz vorher vom 29. Oktober bis zumfrühen Morgen des 1. November in Tübingen. Leider solltesein Plan, auf der Rückreise wieder die Mutter zu besuchen,nicht in Erfüllung gehen. Aber Christiaue und August er-freuten sie durch Briefe, welche sie auf das wärmste erwiderte.„So kurz unsere Zusammenkunft war, so vergnüglich undherzlich war sie doch", schrieb sie.

Schon am 11. September war der Schöffe Schlossergestorben, dessen beide Söhne bald die Hochschule besuchensollten. Die Familie Nicolovius wurde in diesem und demfolgenden Jahre mit einem später Goethe nahetreteuden SohneFranz gesegnet. Der zweite sechsunddreißigjährige Sohn Starcks,der Weimarische Hofrat, heiratete 1798 die Jungfer AnnaMaria Petsch. Gleich nach dem Tode des Schöffen Schlosserhatte man in Frankfurt den Gedanken gefaßt, dessen Bruder,der in Eutin zurückgezogen lebte, in die Dienste der Stadt zuziehen, was aber nur auf besonders ehrenvolle Weise geschehenkonnte. Man berief ihn als Syndikus, nachdem man in Wiendie Erlaubnis erwirkt hatte, von der vorschriftsmäßigen Zü-gelung Abstand zu nehmen. Am 20. Oktober 1798 verließer Eutin und kehrte mit der Gattin und den beiden Kindernzweiter Ehe nach seiner Vaterstadt zurück. Leider hatte seineGesundheit so sehr gelitten, daß man ihn nicht mehr erkannteund er häufig krank war; besonders war seine Lunge ange-griffen. Große Freude hatte die Mutter, daß Wolfgang mitihm recht gemütlich über seineu neu anzulegenden Garten brief-lich verhandelte. Frankfurt erlebte schon im folgenden Jahrean Goethes Geburtstage eine neue Brandschatzung von denFranzosen. Als diese im Oktober sich wieder der Stadt nä-herten, zog Schlosser, der auf die Nachricht davon aus seinem