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Goethes Stammbäume
Entstehung
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Die Textor- und Goethesche Nachkommenschaft, 1794—1796 63

manifestiert, der freundlich ist und dessen Liebe ewig währet, ,.,Und glückliches Knäblein! die Erziehung solcher vortrefflichenEltern und Großeltern fSchlosser war auch nach Eutin ge-zogen I zu genießen," Der Knabe hatte zu den Vornamen desGroßvaters Johann Georg noch Eduard als Rufnamen er-halten. Eine zweite Tochter, Auguste Karoline Wilhelmiue,ward am 8, Mai dem Dr. Textor geboren, Melber war nachseiner Vaterstadt zurückgekehrt und unter die Ärzte aufgenom-men worden. In der Nacht auf den 14, Juli wurde Frankfurtvon den Franzosen so schrecklich beschossen, daß es einhundert-undvierundsiebzig Häuser verlor, fast die ganze Judeugasse ab-brannte; die neue Anlage auf dem ehemals großväterlichenBesitztum wurde in einen Schutthaufen verwandelt. Nach derÜbergabe hatte man die Stadt aufs schlimmste gebrandschatzt;sie sollte acht Millionen Livres zahlen, anderthalb MillionTuch und Zeug und eine Menge Lebensmittel liefern. Ob-gleich die Bürgerschaft mit größter Bereitwilligkeit zu denungeheuren Summen beitrug, war die volle Zahlung nicht zuleisten. Unter den Geiseln, die man deshalb nach Frankreichabführte, befand sich der Schöffe Schlosser, Erst am 3. Sep-tember zogen die Franzosen ab; noch ein Vierteljahr dauertees, ehe die Geiseln entlassen wurden. Es waren das schlimmeZeiten für einen auftretenden jungen Arzt. Am 21, starbder Pfarrer Starck, dessen „Gemeinplätze und Wiedergeburten"die Frau Rat oft recht gelangweilt hatten, so daß sie seinensonntäglichen Frühpredigten ihr warmes Bett vorzog. Da-gegen hatte es sie gefreut, daß derselbe kurz vorher zur Zahlungder Frankfurt aufgelegten Kricgszahlung seine schöne Münz-sammlung hergab. Vier Tage vor dem Tode des Pfarrershatte dessen Sohn, der Pfarrer in Lüdesheim war, die JungferFranziska Maria Sophia Grauel geheiratet, obgleich seine ersteFrau erst anfangs Juni in Frankfurt verschieden war.