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I. Das Geschlecht Tcxtor, 2.
Melber den im fünfunddreißigsten Jahre stehenden ArztI)r. Johann Georg Neuburg. Dieser sehr ausgezeichnete Mannwar der Sohn eines armen Juden, der seinen Vater frühverloren hatte; schon 1782 hatte er in Göttingen aufs glän-zendste promoviert, aber in Frankfurt wurde er erst im Jahre1791, nachdem er sich zum Christentums bekannt, unter dieÄrzte aufgenommen. Der Advokat Dr. Johann WolsgangTextor vermählte sich mit der im achtzehnten Jahre stehendenTochter des Handelsmannes Wörner, Wilhelmine Justine.Beide Paare konnte Goethe freundlich begrüßen, als er imAugust desselben Jahres nach Frankfurt kam, jubelnd von derMutter begrüßt, welche, wie innig sie auch bedauerte, daß ihr„Hätschelhans" statt einer Frau nur ein „Liebchen" habe undsie die Geburt seiner Kinder nicht im Anzeigeblatt verkündendürfe, doch seinen August großmütterlich liebte und seinerChristine, die den Wolfgang so glücklich machte, nicht gramsein konnte. Leider rief der Herzog diesen rascher, als er ge-dacht, zu sich ins Lager der Verbündeten bei Longwh. Wäh-rend des so entsetzlichen wie schmachvollen Rückzuges des preu-ßischen Heeres aus dem unseligen Lager bei Hans starb inFrankfurt am 21. September der Schöffe Textvr, von dessennoch lebenden Söhnen der eine Advokat war, der andere beider Stadtgarnison stand, die beiden jüngern noch auf derSchule sich befanden. Die Freunde dachten daran, Goetheselbst, als Nachkommen des Schultheißen, in den Rat zu bringen,und sie ließen durch die Mutter bei ihm anfragen, ob er dieStelle annehmen würde, wenn die goldene Kugel unter den dreiGewählten für ihn entschiede. Bei den Fortschritten der Fran-zosen am Rhein und Main mußte er darauf verzichten, per-sönlich dafür zu danken; denn die Antwort konnte nur ab-lehnend ausfallen, da er den Zuständen seiner Vaterstadt, diesich ihm vor zehn Jahren nichts weniger als freundlich gezeigt