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Goethes Stammbäume
Entstehung
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Die Textor- u, Goethesche Nachkommenschaft. 1792. 1793. 59

hatte, ganz fremd geworden war und ihm zu Weimar alsLohn für sein länger als zehnjähriges Wirken von der Gnadedes Herzogs eine Stellung geboten worden, die seinen Wünschenganz entsprach. Da die Mutter von Jacobi gehört hatte, ihrSohn sei in Weimar zurück, der Herzog ihr sagte, er habediesen nach Weimar eingeladen, schrieb sie ihm am 14. De-zember. Sie riet ihm ab, bei der zweifelhaften Lage Frank-furts die weite Reise zu machen. „Willemer sder den Ent-schluß gefaßt hatte, nach dem Tode seiner Frau seine Stelleals Rat aufzugeben^ hat endlich der Ratsstelle entsagt. Beider Gelegenheit kam nun abermals die alte Frage an mich,ob ich denn noch keine entschiedene Antwort von dir erhaltenhätte." Sie könne selbst ihm nicht raten, seine Stelle zu ver-lassen, da er jetzt Freiherr sei, doch möge er aus Achtung fürseine ihm wohlwollenden Freunde antworten. Übrigens seiMetzler an Textors Stelle gewählt. Die Antwort an dieMutter erfolgte am 24. Dezember. Es fällt auf, daß indieser des jüngsten Melber nicht gedacht wird, der schon am8. Mai, vor Goetbes Abreise an den Rhein, zu Jena alsMediziner immatrikuliert worden war. Auch sonst findet sichbisher keine Spur, daß dieser während der zwei Jahre, die erin Jena weilte, sich mit Goethe berührt habe. Doch auch einerVerbindung des Studenten Textor mit Goethe wird nicht ge-dacht. Dieser kam, war er auch im Jahre 1793 längere Zeitvon Weimar fern, doch mehrfach nach Jena, und daß Melberdort studierte, konnte ihm nicht unbekannt sein. Auf der Reisezur Belagerung nach Mainz und nach der Übergabe der Stadtverweilte er einige Zeit in seiner Vaterstadt. In Heidelbergtraf er mit Schlosser zusammen, der eben seine und Corneliensjüngere Tochter verloren hatte. Noch persönlicher wurde Goetheam 3. Dezember durch den raschen Tod seiner eigenen, am22. November geborenen Tochter angegriffen, wie denn jeder