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Goethes Stammbäume
Entstehung
Seite
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Die Textor- u, Goethesche Ztachkommenschaft. 17781782. 53

Schwäger Melber, Starck und Schuler, auch wohl deu ihmverwandten Schöffen Schlosser, dessen Gattin er jetzt zumerstenmal begrüßen konnte, vorgestellt haben. Die vielen Vet-tern und Basen drängten sich zu, da der Herzog äußerst leut-selig war. Auch Fritz Hoffmann gehörte jetzt zu den Ver-wandten. In Emmendingen wohnte der Herzog in Schlosserskurz zuvor bezogenem neuen Hause, wo Goethe mit gerührterFreude zuerst Corueliens beide Töchter sah, deren neue Mutterliebevoll für sie sorgte. Auf der Rückreise war der Herzogim Dezember und im nächsten Januar wieder mehrere Tagein Goethes elterlichem Hause, das er als Staudguartier zuAusflügen nach den benachbarten Höfen benutzte. Er zeigtesich so teilnehmend und gemütlich offen wie früher. Auch dies-mal wurden die regierenden Herreu nicht besucht.

Kurze Zeit nach Goethes Abreise, am 5. März 178V,wurde dem Oheim ein fünfter Sohn geboren, der von dem-selben Paten, wie Melkers jüngster, die Namen Johann Daviderhielt. Der am 19. Mai erfolgte Tod des alten Melberwar ein schwerer Schlag für die zahlreiche Familie, von derenelf Kindern noch sechs am Leben waren. Die Ehe von Hiero-nymus Schlosser wurde am 20. Dezember mit einem Sohne,Johann Friedrich Heinrich, gesegnet. Bei einem im folgendenJahre geborenen vierten Sohne Schulers, der bald starb,wurde der Prediger Starck Pate. In Emmendingen freutesich Schlosser am 7. September der Geburt einer Tochter,der mau den Namen Henriette gab. Auch der Schöffe Schlossererhielt einen zweiten Sohn, Christian Heinrich. Am 27. Mai1782 wurde endlich Goethes Vater, der zuletzt stumpfsinniggewesen war, von einem für ihn selbst traurigen, seine Gattinin beständiger Sorge haltenden Zustande befreit. Bald darauf,am 8. August, wandte sich Goethe, der vor kurzem die Lei-tung der Weimarischen Kammer übernommen hatte, im Auf-