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Goethes Stammbäume
Entstehung
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56 I. Das Geschlecht Textor. 2.

hieß er vom Vater. Als am 1. November I. G. Schlosser,der mittlerweile markgräflich badischer wirklicher Hof- undRegierungsrat in Karlsruhe geworden war, Goethes Schwesterheiratete, widmeten Starcks vier Kinder demvortrefflichenBrautpaar" eiu prosaischesGlückwunschschreiben" von herz-licher Nüchternheit. Der einzige Verwandte, der mit Versenangerückt kam, war nicht der tief ergriffene Bruder, sondernder Advokat Starck, Schlossers Schwager; seine ledernen Reimehandelten von dem Ursprung und dem Gebrauch der Hoch-zeitsgedichte. Leider mußte sich Schlosser bald gefallen lassen,statt in Karlsruhe zu bleiben, »ach Emmendingen zu wandern.Dort wurde ihm am 28. Oktober 1774 eine Tochter geboren,bei welcher Schlossers Mutter (Susanna Maria) Patin war;sie wurde Maria Anna Luise genannt. Den Rufnamen Luiseerhielt sie von einer Freundin der Mutter, Antoinette LuiseGerock. Kurz nach Goethes Abreise von Frankfurt, am 13. No-vember 1775, erhielt der Oheim noch einen vierten Knaben,Friedrich Karl Ludwig.

In Weimar blieb Goethe ohne nähere Verbindung mitseinen Frankfurter Verwandten; seine vertraute Vermittlerinwar zunächst Johanna Fahlmer, die ihm in den letzten Frank-furter Tagen gewissermaßen die Schwester ersetzt hatte. IhrVater, der kurpfälzische Kommerzienrat Georg Christoph Fahlmer,der von Frankfurt nach Düsseldorf gezogen war, hatte sich am31. August 1743 in zweiter Ehe mit der Frankfnrterin MariaStarck verbunden, einer Tochter des mit Goethes OheimStarck verwandten Konsistorialrates, deutsch- und französisch-evangelischen Predigers Magister Johann Balthasar Starck.Johanna Katharina Sibhlla Fahlmer, fünf Jahre vor Goethe,am 16. Juni 1744, geboren, war im Juni 1772 »ach demTode des Vaters niit ihrer Mutter nach Frankfurt gezogen,wo sich denn bald ein nahes Verhältnis zu Goethe bildete,