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Goethes Stammbäume
Entstehung
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I> DaZ Geschlecht Textor. 1.

Bestechung zugänglich gewesen ist, kamt man auch aus demschließen, was Goethe im fünften Buche von seiner eigenenÜbergabe einer Bittschrift erzählt, wodurch natürlich keines-wegs ausgeschlossen bleibt, daß Empfehlungen und besondereGunst auch zuweilen auf Textor Einfluß geübt haben. DasBild, welches Goethe inWahrheit und Dichtung" von ihmgiebt, und seine in die ersten fünfziger Jahre zurückgehendeErinnerung im Trostschreiben an die Großmutter lassen unsan nichts weniger als einen Trinker, Wüstling und Schurkendenken. Auch hat bis heute niemand irgendeine Bestätigungjenes haßgeträukteu Zerrbildes beizubringen vermocht. Diestille, milde Ruhe des allein in seinen ihm am Herzen liegen-den umfassenden Amtsgeschäften (auf wissenschaftliche Wirksam-keit, die sein Großvater so ausgezeichnet geübt, hatte er ver-zichtet), in seinem liebevoll gepflegten, mit jedem Jahre einenneuen Kreislauf vollendenden Garten und in seiner Familielebenden Mannes bildet den schärfsten Gegensatz zu Sencken-bergs grellem, gemütlosem Genuß- und gierigem Sünderlebeu.Freilich bekehren sich Sünder wohl im Alter, aber sie findennie den reinen Seelenfrieden und die Selbstgewißheit, die sievon Tag zu Tag ihre Pflicht mit gleicher Stetigkeit üben läßt,wie wir es den guten Alten thun sehen, der seinem Enkel zu-gleich als Alkinous und Laertes erschien, gleich nach seinemTode als ein immer munterer, freundlicher und glücklicherGreis vorschwebte.