Johann Wolfgang Textor. 1767—177V. LS
die Sache Gottes vermischen hören, wenn er seinen Bettergescholten; als Hausvater sei er zu streng, und sie könne sichdenken, was dabei herauskomme, wenn er die feineren Pflichtender Religion von seinen rohen jungen Leuten beobachtet wissenwolle.
Wolfgang hatte den Großvater sehr leidend verlassen, alser im April 1770 nach Straßburg reiste. Schon im Juniließ dieser dem Rate anzeigen, daß er seinen Abschied nehmeund für die genossene viele Freundschaft seinen Dank abstatte.Die mündliche Meldung ließ er durch den GerichtssubstituteuWagner machen. Wäre dieser, wie Kriegk annimmt, der einstvon Wolfgaug empfohlene Mann gewesen, der zu jener Unter-suchung Veranlassung gab, in die Gretchen verwickelt wurde,so müßte er das Vertrauen des Schultheißen die Zeit übergewonnen haben. Die beiden Ratsglieder, welche den Schei-denden begrüßen sollten, konnte er nicht empfangen, dagegenrichtete er am 3. Juli ein von seinem Sohne unterzeichnetes„gehorsamstes Abschieds- und Danksagungsmemorial" an denRat, welches dieser mit dem Ausdrucke seines Bedauerns, demverbindlichsten Danke für die der Stadt und dem gemeinenWesen geleistete vieljährige Treue und der lebhaftesten Ver-sicherung erwiderte, „daß nicht nur das Angedenken dieserwesentlichen stattlichen Verdienste bei Uns und sämtlicher Bürger-schaft ohnauslöschlich sein wird, sondern Wir für unsere Personein angenehmes Geschäft Uns machen werden, der Nachkommen-schaft eines solchen würdigen Mannes alle diejenige Achtungund Erkenntlichkeit an den Tag zu legen, welche Wir dem-selben längstens gewidmet haben". Die Stelle wurde, so langeer lebte, nicht wieder besetzt. Bald darauf kam eine verwandt-schaftliche Verbindung zwischen der Teptorschen und der Schlosser-schen Familie zustande; denn am 1. August 1770 traute derPfarrer Starck seinen Bruder, den Advokaten vr. Martin