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I. DaS Geschlecht Textor. 1.
Starck, mit der Schwester der Brüder Schlosser, MariaMagdalena. Am 2. Januar 1771 wurde dem Oheime eindritter Sohn geboren; er erhielt den Vornamen seines PatenMelber.
Der Schultheiß verschied am 6. Februar und ward in demAppelschen Erbbegräbnis bestattet. Wolfgang sprach der Groß-mutter seiu warmes Beileid aus. „Mich, nicht Sie zu trösten,schreib' ich Ihnen", äußerte er, „Ihnen, die Sie jetzo dasHaupt unserer Familie sind, bitte Sie um Ihre Liebe undversichere Sie meiner zärtlichsten Ergebenheit." Gott habe,fuhr er fort, nicht nur für den Verstorbenen gesorgt, sondernauch der Gattin und der Familie eine Wohlthat erzeigt. „Erhat uns nicht den munteren, freundlichen, glücklichen Greisentrissen, der mit der Lebhaftigkeit eines Jünglings die Ge-schäfte des Alters verrichtete, seinem Volke vorstund, die Freudeseiner Familie war. Er hat uns einen Mann genommen,dessen Leben wir schon einige Jahre au einem seidenen Fadenhängen sahen, dessen feuriger Geist die unterdrückende Lasteines kranken Körpers mit schwerer Ängstlichkeit fühlen mußte."Auch in seiner eigenen Lebensdarstellung hat der Enkel demwohlwollenden, bei aller rastlosen Thätigkeit ruhigen, das Ge-fühl eines unverbrüchlichen Friedens um sich verbreitendenwürdigen Greise ein schönes Denkmal gesetzt.
Dagegen tritt uns Textor als ein unedler, ja niederträch-tiger, zu jeder Schandthat fähiger Selbstsüchtler aus den hand-schriftlichen Aufzeichnungen seines gleichzeitigen Landsmannesentgegen, und leider hat dieses Zerrbild sich dadurch Eingangzu verschaffen gewußt, daß es von Senckenberg entworfen wurde,der durch jene großartige Stiftung seine Vaterstadt zu so vielemDanke verpflichtet hat. Hierüber und bei den wirklichen Vor-zügen des Mannes hat man alle seine Seltsamkeiten, Schrullen,ja schreienden Ungerechtigkeiten übersehen. Wer vorurteilslos