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I. Das Geschlecht Tcxtor. 1.
Cornelius Schuler, dessen häßliche Figur er immer, wie erder Schwester schrieb, für ein Mittel gegen die Liebe gehaltenhatte. Er bedauerte den armen Großvater, der seine Ge-nehmigung zu solchen Thorheiten seiner Kinder geben müsse.Die Ehe wurde am 5. Mai geschlossen. Im folgenden Jahrestand die Großmutter Pate bei der diesem Bunde entsprossenenTochter. Goethes Vater wurde am 10. Juli 1768 Pate deszweiten Sohnes des Oheims. Auch Melkers Familie ver-mehrte sich während Wolfgangs Abwesenheit durch eine Tochter,Anna Christina, und einen Sohn, der wieder die Vornamendes vor sieben Jahren verschiedenen erhielt; dagegen starb auchdas zweite Patenkind der Frau Rat.
Als Wolfgang mit gebrochener Gesundheit und dem trau-rigen Gedanken, der Schwindsucht verfallen zu sein, am 3. Sep-tember 1768 nach Frankfurt zurückkehrte, lag der Großvaterohne Hoffnung völliger Herstellung darnieder. Ein Schlagflußhatte den rastlos thätigen, durch das dem Rate und ihm feind-selige und toll unwürdige Benehmen des ausgestoßenen Rats-herrn Senckenberg immerfort bitter geärgerten Schultheißenin seiner Amtsstube befallen, ihm den rechten Arm und dieZunge gelähmt, auch seinen Geist angegriffen. Während Wolf-gang in Frankfurt langsam genas, erhielt Schuler im Jahre1769 einen Sohn, dessen Pate, da der Großvater krank war,der Advokat Textor wurde; ihm folgte ein zweiter, WolfgangHeinrich Ferdinand, bei welchem ein Bruder des Vaters, derMajor Schuler, die Patenstelle vertrat. Die übrigen Vetternund Basen waren unterdessen glücklich herangewachsen. Derälteste Sohn Melkers scheint in einem Ladengeschäfte zu Straß-burg gestanden zu haben; denn dieser dürfte gemeint sein, wennWolfgang den 26. August 1770 von dort an Fräulein vonKlettenberg schreibt: er habe den frommen Handelsmann, anwelchen diese ihn empfohlen, oft die Sache seiner Grillen und