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Goethes Stammbäume
Entstehung
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I. DaS Geschlecht Textor. 1.

ermessen. Jedenfalls wird es zu einem lebhaften Streite ge-kommen sein, und daß Rat Goethe, dessen wildes Aufbrausenwir schon aus des Sohnes Erzählung des Vorfalls mit Thoranckennen, seiner Leidenschaft freien Lauf ließ, ja dem Schwieger-vater den damals von so vielen erhobenen Vorwurf des Ver-rats ins Gesicht schleuderte, ist sehr glaublich; auch köunteTextors heftige Erwiderung den zur Taufe in vollem Putzerschienenen Rat Goethe zum Ziehen des Degens gereizt haben,doch scheint es ein den Skandal aufbauschender Zug, daßTextor zuerst mit dem Messer nach dem Beleidiger geworfelthabe. Als Kern der Geschichte müssen wir Wohl bestehen lassen,daß selbst Goethes Vater im Eifer den Schultheißen des Ver-rats schuldig glaubte. Für Senckenbergs Haß gegen diesenund seine unedle Schadenfreude war der leidenschaftlich ge-färbte Bericht des auf den Magistrat erbitterten Seniors einwahres Labsal, und was konnte ihm lieber sein, als daß Tex-tors Schwiegersohn, mit dessen Hause er selbst befreundet war,an den Verrat glaubte.

Im folgenden Jahre stand die Frau Rat bei Töchtern vonStarck und von Melber Pate, woraus sich ergiebt, daß dieFreundschaft mit Starck wieder hergestellt war, so daß auchWolfgang den Oheim besuchen konnte. Frühe starben beideKinder, die die Vornamen der Frau Rat fortpflanzen sollten,wenn auch Melbers Tochter sechs Jahre alt wurde. DerSohn des Schultheißen kehrte als Dr. juris von Altorf zurück,wohin auch der gleich näher zu erwähnende Johann GeorgSchlosser sich begeben hatte, der am 13. Mai 1760 immatri-kuliert wurde. Johann Jost Textor hatte eine auf Frankfurtbezügliche Abhandlung: „Ds eausis st ssutsutüs, «puas sseuu-cluur statuta st xrivilsZiu illustris rsixutzliaas Nosuo-Drauoolurtsusis axxsllatiouöiu uou aäiuittuutverteidigt.Nach Leistung des Bürgereides wurde er am 16. Juni 1761