Druckschrift 
Goethes Stammbäume
Entstehung
Seite
16
Einzelbild herunterladen
 

1«

I. Das Geschlecht Texton 1.

Gartennachbar, dem Prediger Schleiffer, der von 1725 bis1712 in Frankfurt stand, manche wunderliche Pfropfnngs-versuche an. Sein unterdessen Major gewordener Bruder,Johann Nicolans, heiratete am 22. November 1737 die nachkurzer Ehe verwitwete Katharina Elisabeth v. Barckhausen,geborene v. Klettenberg, deren Gatte Kapitänlieutenant ge-wesen war. Für das Jahr 1738 ward Textor zum älterenBürgermeister gewählt. Nach zwei weiteren Töchtern, vondenen aber nur die zweite, am 18. August 1738 auf denNamen Anna Maria getaufte das erste Jahr überlebte, wurdeer endlich am 30. September 1739 durch einen Sohn beglückt,dem er nicht wie den beiven früh verstorbenen seinen NamenWolfgang gab, sondern er nannte ihn, wahrscheinlich nach vonLindheim, Johann Jost. Diese Vornamen hatte auch der 1737geborene Sohn seines Schwagers von Loen erhalten. ImFrühjahr 1740 nahm Senckenberg dauernd seinen Wohnsitz inFrankfurt. Er hatte im September 1737 an der neuen Hoch-schule Göttingen promoviert, sich aber dann im September1739 verleiten lassen, die Stelle eines Leibarztes des Land-grafen von Hessen-Homburg anzunehmen, der Statthalter zuTournay in den Niederlanden war. Er riß schon am 21. De-zember aus, da er alle Welt gegen sich aufgebracht hatte.Sein herzlich von ihm gehaßter Landsmann versah 1741 einhalbes Jahr lang stellvertretend das Amt des älteren Bürger-meisters. Im Anfange dieses Jahres, am 25. Januar, hatteer seine Mutter verloren. Zu Wetzlar hatte sich damals diejüngste Schwester seiner Gattin, Susanna Maria Cornelia,mit dem Prokurator und Advokaten des Kammergerichts, Hof-rat Dr. Dietz, vermählt. Der Sage nach soll diese einigeJahre im Hause Textors erzogen worden sein.

Wir haben jetzt alle vier Schwestern von Goethes Groß-mutter kennen gelernt. Demnach muß die Angabe des Kom-