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Goethes Stammbäume
Entstehung
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I. Das Geschlecht Textor. 1.

währen, von der Mehrheit des Rates abgeschlagen worden,schrieb Textor in seinen Aufzeichnungen (er bediente sich derlateinischen Sprache): „Orthodox genug nach der Meinung desVolkes, aber gegen die natürliche Billigkeit und Liebe."

Am frühesten Morgen des 19. Februar 1731 wurdeTextor seine Tochter Katharina Elisabeth geboren, welche dieMutter von Deutschlands größtem Dichter werden sollte.Paten waren die beiden Großmütter, Maria Katharina Textorund die abwesende Katharina Elisabeth Juliane Lindheimer,deren beide Rufnamen das Kind erhielt, aber nach der letzterengenannt wurde. Getauft wurde sie au demselben Tage vondem befreundeten Pfarrer Schleifser, dessen Garten an denTextorischen stieß. In demselben Jahre rückte Textor auf dieaus vierzehn Mitgliedern meist älterer Frankfurter Geschlechterbestehende Schösfenbank. Daß er unter den drei Gewähltensich befinden und die goldene Kugel für ihn entscheiden werde,hatte ihm am Morgen des Wahltages ein Traum offenbart;vier Kugeln hatte er gesehen, von denen eine in der Mittegeteilt war, was er später darauf deutete, daß bei der erstenUmfrage Stimmengleichheit zwischen ihm und einem andernRatsherrn stattgefunden hatte. Ein dritter, Anfang 1733 ge-borener Sohn, Heinrich David Wolfgang, starb, wie die beidenersten Söhne (David Wolfgang und Johann Wolfgang) baldnach der Geburt. Im Jahre 1732 legte ein kaiserlicher Er-laß den zwischen dem Rate und der Bürgerschaft lange ge-führten Streit notdürftig bei, indem er einen beständigen Aus-schuß von einundfünfzig Bürgern einsetzte. Senckenberg bliebseit dem April 1732 fünf Jahre lang in Frankfurt, wo manes ihm als dem Sohne des verstorbenen ersten Physikus nach-sah, daß er, obgleich er weder promoviert, noch eine Prüfungbestanden hatte, als Arzt auftrat. Eine solche Gesetzwidrigkeiterlaubte er sich und bediente sich derselben fünf Jahre lang,