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Goethes Stammbäume
Entstehung
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I. Das Geschlecht Textor. 1.

Handelsmanns und Ratsherrn Johann Nikolaus Appel, vondem er wohl das Haus auf der Friedberger Gasse erbte, daswir im Besitze von Goethes Großvater finden. Es war eineinstöckiges Wohnhans mit einem großen, nach der Straße zusich verengenden Vorhofe und einem hinter einer langen Mauersich weit erstreckenden Garten, der an eine Pfarrerwohnungstieß. An der Mauer war, wahrscheinlich von Christoph Hein-rich, ein Kinderzimmer angebaut worden. Noch zu Lebzeitendes Vaters wurden ihm vier Kinder geboren: am 11. Dezember1693 Johann Wolfgang, der bei der am folgenden Tage statt-findenden Taufe die Vornamen des Großvaters erhielt, imJuli 1696 eine nach der Großmutter benannte Tochter AnnaMaria, Ende Januar 1699 Regine Juliane, gerade zwei Jahrespäter die nach dem frühen Tode der einen Tochter gleichfallsvon der Großmutter benannte Anna Maria. Von diesen kamennur der Sohn und die letztgenannte Tochter zu höheren Jah-ren*). Der Schwiegervater Appel starb kurze Zeit nach demVater, am 25. März 1702; er hatte die Erbauung einesErbbegräbnisses auf dem Petrikirchhof für sich und die Nach-kommen seiner Tochter letztwillig verfügt. Der nun begüterteErbe leistete erst am 31. Oktober 1703 den Bürgereid. Späterließ er sich unter die Advokaten aufnehmen. Wann er denTitel eines kurpfälzischen Hofrates erhalten, weiß ich nicht.Am 16. Oktober 1703 wurde ihm noch ein zweiter Sohngeboren, der die Vornamen des verstorbenen Schwiegervaterserhielt.

Sein ältester Sohn Johann Wolfgang, den derselbe Geistwie den Großvater beseelte, erhielt auf dem Frankfurter Ghm-

*) Von einem anderen Geschlechte war der Ltuäiosus iuria GeorgPhilipp Textor, der sechzehn Jahre vier Monate alt am 12. April 1736zu Frankfurt starb.