Johann Wolsgang Tcxtor. 1672—1701,
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tiges Amt an, 1693 vermählte er sich in zweiter Ehe miteiner Tochter des Schöffen Phil. Nik, Fleischbein. Auch inseiner neuen Stellung unterließ er nicht, mit bedeutenden wissen-schaftlichen Werken hervorzutreten, die zum Teil, wie auchfrühere, nach seinem Tode wieder aufgelegt wurden. Solieferte er 1693 die „Oaoisionss Lleoborulös ^ululürmö1697 das für die Reichsgeschichte bedeutende „ckus xubliounrEassurönur", 1698 eine Sammlung seiner „ Kisputuläoiiösuog.äöiniog.6endlich 1701 sein „ckus xnülieunr LtutuuuiIwpsrü". Kurz vor Schluß des letztgenannten Jahres, am27. Dezember, setzte ein Schlagfluß seinem rastlos thätigen Lebenein Ende. Den 29. ist „der Hochedle und gestrenge HerrJohann Wolfgang Textor, ILWs und Lzmclious Primarius indie St. Katharineukirche mit sieben Kutschen begraben und keineLeichenrede ist gehalten worden". Die Art seines Begräbnisseshatte er wohl letztwillig bestimmt. Die Zahl der zum Zweckeder Begleitung ausgestatteten, der Leiche nachfahrenden Kutschenbezeichnete damals Vornehmheit der Bestattung; die Beschrän-kung auf sieben deutete auf Vermeidung eiteln Prunkes. Auchgelobt wollte er nicht sein von solchen, die seine Bedeutungnicht verstanden, ihm wohl gar wegen seiner freien Ansichtenfeindlich waren.
Sein um 1665 in Neuenstein geborener Sohn ChristophHeinrich trat nicht in die Fußtapfen des Vaters. Er promo-vierte zu Altorf, wie es damals dort gebräuchlich war, alsLiceutiat. Da sein Vater unterdessen nach Frankfurt berufenworden war, sandte er im März 1692 dem dortigen Rate seineAbhandlung „Da luro austrsZaii" ein, wofür er das üblicheGeldgeschenk von zehn Dukaten erhielt. Statt sich unter dieAdvokaten aufnehmen zu lassen, heiratete er. Am 4. Mai1693 verband er sich mit der achtundzwanzigjährigen MariaKatharina, Tochter des mit Anna Ataria Walter vermählten